Kindergartenplätze reichen aus für die Kinder ab drei Jahren
16.03.2006 | Herten
Ausbau der Plätze für die Jüngeren wird in Kürze folgen
Für 504 Kinder ab drei Jahren stehen in Herten für das im Sommer beginnende Kindergartenjahr 532 frei werdende Plätze zur Verfügung – und das trotz Rückbaus von Kindergartengruppen im Regelfall sogar wohnortnah.
„Wir würden lieber neue Kindergärten und Schulen bauen als welche zurückzubauen“, sagt Bürgermeister Dr. Uli Paetzel, „doch sinkende Kinderzahlen erfordern einen verantwortungsvollen Umgang mit Trägern, Einrichtungen, Eltern und Kindern. Wir wollen verlässliche Planung für alle. Deswegen packen wir das Thema in Herten mit allen Trägern gemeinsam an.“
Konkret besagen die bereinigten Anmeldezahlen, dass der Überschuss an Plätzen in Scherlebeck vier, in Disteln acht, am Paschenberg 16 und in Herten-Süd 20 beträgt. Demgegenüber stehen Unterdeckungen von drei Plätzen in Langenbochum sowie von 17 Plätzen in Herten-Mitte. In Westerholt/Bertlich deckt sich das Verhältnis von Anmeldungen und freien Plätzen.
Zu den fehlenden 17 Plätzen in Herten-Mitte erklärt Fachbereichsleiterin Elke Münich: „Im Kindergarten am Fockenkamp sowie im AWO-Kindergarten am Paschenberg sind noch Plätze frei. Diese Einrichtungen sind innenstadtnahe Alternativen.“
Neben den 504 Kindern mit Rechtsanspruch haben Eltern aus Herten zusätzlich 221 Kinder unter drei Jahren für den Kindergarten angemeldet. „Die jüngsten sind noch gar nicht geboren, bei vielen ist es als Vorsorgemaßnahme gedacht“, sagt Elke Münich. Dennoch stehen bereits einige Plätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung, weitere werden in den nächsten Jahren folgen. So sieht es das städtische Konzept der Stadt Herten zur Betreuung der Unter-Dreijährigen vor, das bereits vom Rat beschlossen wurde. Bis zum Jahr 2010 soll das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren stufenweise auf 278 Plätze ausgebaut werden. Fast 2 Mio. Euro soll dieses Programm kosten, finanziert durch die beim Rückbau von regulären Kindergartengruppen eingesparten Mittel.
„Oft wird in der aktuellen Situation das Thema Wartelisten angesprochen, in denen meist ganz viele Kinder aufgeführt sind. Dass dort auch Kinder aufgeführt sind, die bereits einen Platz haben, noch gar nicht in den Kindergarten sollen oder noch nicht geboren sind, wird nicht beachtet“, erklärt Dechant Norbert Mertens. Ernst Cluse von der Arbeiterwohlfahrt ergänzt: „Kindergartengruppen zu schließen ist der richtige Weg. Ich sehe in anderen Städten was passiert, wenn man nicht plant und sich vorher an einen Tisch setzt. Durch die gemeinsame Planung können wir kurzfristige Gruppenschließungen vermeiden. Außerdem haben wir auf diese Weise Planungssicherheit für das Personal.“ Dem schließt sich Pfarrerin Renate Leichsenring an: „Die rechtzeitige Planung ermöglicht viel Offenheit und Gespräche. Der Rückbau kann sozial vorgenommen werden.“
Pressekontakt: Pressestelle, Svenja Küchmeister, Telefon: 02366-303227, eMail: s.kuechmeister@herten.de



