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Magdeburg, 16. März 2006
"Nur soziale Sicherheit für Familien kann die Motivation für Kinder steigen!"
OB Trümper zur Studie zur Geburtenentwicklung in Deutschland

Magdeburg.

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper weist den Vorschlag des Leiters des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung Hans Fleisch, Sachsen-Anhalt wegen der niedrigen Geburtenzahlen als eigenständiges Bundesland aufzugeben, entschieden zurück. "Was soll das bringen?", fragt der OB der Landeshauptstadt: "Damit die Geburtenzahlen - nicht nur in Magdeburg und Sachsen-Anhalt - steigen, braucht es mehr Familienfreundlichkeit und im Osten Deutschlands vor allem Arbeitsplätze!"

Eine Auflösung des Landes hingegen würde genau das Gegenteil bewirken: "Sachsen-Anhalt hatte von den fünf neuen Ländern wegen seiner einseitigen industriellen Ausrichtung die schlechtesten Startbedingungen. Die Menschen hier beginnen gerade, sich mit ihrem Bundesland zu identifizieren - die Stadtjubiläen in Magdeburg im vergangenen Jahr und aktuell in Halle zeugen davon. Wenn man jetzt das Land zerschlägt, werden noch mehr Menschen abwandern und noch weniger Kinder geboren."

Dass die Geburtenrate in der Landeshauptstadt mit 7,6 Geburten auf 1000 Einwohner dramatisch niedrig ist, bestreitet Trümper nicht. "Aber: Sie steigt wieder! 1993 hatten wir mit 5,1 Geburten pro 1000 Einwohner den Tiefpunkt. Heute sind es mit 7,6 fast 50 % mehr." Das sei ein Indiz dafür, dass sich die Region stabilisiert habe und die Identifikation der Menschen langsam steigt.

"Diese Ansätze müssen gestärkt werden. Das können die Kommunen allein nicht leisten. Dafür bedarf es einer anderen Sozial- und Familienpolitik in Deutschland und vor allem einer anderen Einstellung zu Familien mit Kindern." In Ostdeutschland müssten vor allem Arbeitsplätze geschaffen werden, denn dauerhafte finanzielle Unabhängigkeit sei die wichtigste Voraussetzung einer Entscheidung für Kinder.

Magdeburg versuche stetig, die Bedingungen für Familien zu verbessern - aktuell durch ein Bündnis für Familie, dem neben der Stadtverwaltung, Vereinen und Verbänden auch Unternehmen angehören. "Auch die Wirtschaft muss Arbeitnehmer mit Kindern stärker unterstützen, schließlich wachsen in den Familien die Facharbeiter von morgen heran."

Eine Auflösung des Landes Sachsen-Anhalt würde die Geburtenziffer wieder in den Keller treiben, ist Magdeburgs OB sicher. "Ich kenne jedenfalls nur wenige, die unsere Stadt gern verlassen haben, aber sehr viele, die lieber heute als morgen zurückkämen, wenn sie hier dauerhaft Arbeit fänden." Um sich für Kinder zu entscheiden, bräuchten Familien vor allem soziale Sicherheit!



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Stadt Magdeburg
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