Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 05. April 2006
"Wir stellen uns auf eine langeanhaltende Belastung der Deiche ein."
Einsatzleiter Platz zur Hochwasser-Lage in Magdeburg

In Magdeburg hat sich die Hochwasserlage stabilisiert. Erstmals sind die Pegelstände unter den Prognosen geblieben, auch der erwartete Höchststand wurde vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz leicht nach unten korrigiert. In Magdeburg wird der Höchstpegel am Freitag mit 6,30 m erwartet.

"Wir stellen uns darauf ein, dass der Wasserstand nur sehr langsam wieder absinkt und die Deiche deshalb in den nächsten Tagen extremen Belastungen ausgesetzt sind", fasst Einsatzleiter Holger Platz die aktuelle Situation zusammen. Das Betreten und Befahren bleibt deshalb weiterhin streng verboten, Polizei und Stadtordnungsdienst kontrollieren.

Die Deichwachen sind rund um die Uhr im Einsatz und melden umgehend Sickerstellen und Aufweichungen an die Fachleute, damit über notwendige Maßnahmen entschieden werden kann. "Bisher war es nicht notwendig, Sickerstellen mit Sandsäcken abzudichten, wir sind aber weiterhin darauf eingestellt, sofort einzugreifen, " so Platz.

Im Siek wurden heute 500 Sandsäcke verbaut, um einen Abwasserschacht zu verschließen, auch im Handelshafen wurden weitere Sandsäcke aufgeschichtet. In der Oststraße ist die Situation stabil, die Bleckenburgstraße wird intensiv kontrolliert. Falls das Wasser weiter steigt, werden dort Sicherungsmaßnahmen eingeleitet.

Wegen der anhaltend hohen Wasserstände der Elbe und ihrer Nebenflüsse muss in den nächsten Tagen mit steigendem Grundwasser und Drängwasser gerechnet werden. Dadurch kann Wasser in Keller und Teifgaragen dringen. Dies gilt besonders für die Stadtteile zwischen Elbe und Umflutkanal, den Hafenbereich und die elbnahen Stadtgebiete. "Hausbesitzer sollten deshalb ab sofort ihre Keller häufiger und gründlich kontrollieren und ihr Eigentum sichern", empfiehlt der Leiter des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse, Holger Platz. Bei eindringendem Wasser unbedingt elektrische Anlagen außer Betrieb nehmen und ausbauen oder mit Folie einpacken.

 

 

Auf keinen Fall sollten vollgelaufene Keller oder Tiefgaragen ausgepumpt werden, weil es sonst zu Auftrieb kommen kann. "Natürlich hat niemand gern Wasser im Keller", zeigt Einsatzleiter Holger Platz Verständnis für die Befürchtungen der Bewohner in den gefährdeten Stadtgebieten. "Aber für die Standsicherheit des Gebäudes ist es besser, wenn erst mit zurückgehendem Grundwasser abgepumpt wird."

Feuerwehr und Landesbetrieb für Hochwasserschutz haben die gefährdeten Bereiche bereits seit dem vergangenen Samstag intensiv unter Kontrolle. "Am Flughafensiel wird bereits abgepumpt, dort können wir die Pumpleistung bei Bedarf noch erhöhen", so Holger Platz. "An der Furtlake ist die kritische Grenze bislang nicht erreicht, eine Pumpe steht aber bereit und kann sofort die Arbeit aufnehmen." Das Abpumpen kann die Belastung durch Drängwasser in den Siedlungen an der Berliner Chaussee etwas entschärfen. Hauseigentümer in diesen Gebieten sollten sich darauf einstellen, dass Wasser in Keller eindringen kann.

 

Aktuelle Prognosen am Pegel Magdeburg/Strombrücke:

6. April 06 6,25 m

7. April 06 6,30 m

8. April 06 6,30 m

9. April 06 (6,25 m - nicht gesichert)

10. April 06 (6,20 m - nicht gesichert)



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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