Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 07. April 2006
Stab und Helfer sind auch am Wochenende rund um die Uhr im Einsatz
Pegel sinkt, aber keine Entwarnung für die Deiche

Magdeburg.

In Magdeburg geht der Pegel der Elbe langsam zurück, auch für die nächsten Tage sind langsam sinkende Wasserstände angekündigt. Zum Aufatmen ist es dennoch zu früh: "Der Druck auf die Deiche bleibt enorm, deshalb werden sie auch übers Wochenende ständig kontrolliert."

Der Schutz der Deiche hat jetzt oberste Priorität. Das Betreten und Befahren ist auch am Wochenende verboten. "Das gilt auch dort, wo Schilder das Betreten auf eigene Gefahr gestatten", stellt Holger Platz, Leiter des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse klar. "Polizei und Stadtordnungsdienst sind übers Wochenende im Einsatz, um die Einhaltung des Verbotes zu kontrollieren. Verstöße werden geahndet." Der Stadtordnungsdienst hat bisher 24 Platzverweise erteilt, sieben Mal wurde ein Verwarngeld verhängt, eine Anzeige erstattet. "Es gibt im Stadtgebiet viele Möglichkeiten, die aktuelle Hochwassersituation zu beobachten, dafür muss man nicht auf die Deiche klettern", apelliert Einsatzleiter Platz an die Vernunft der Magdeburger und ihrer Gäste. "Jede zusätzliche Belastung zu vermeiden, ist jetzt der beste Schutz für die Deiche." Insbesondere Hundebesitzer müssen darauf achten, dass ihre Vierbeiner nicht am Deich scharren.

Rolf Warschun, Leiter des städtischen Umweltamtes hat sich heute bei einem Überflug ein Bild von den Deichen an Elbe und Umflut gemacht. "Erwartungsgemäß nehmen die Vernässungen zu, und auch weitere Sickerstellen haben sich gebildet." Die Fachleute kontrollieren alle gemeldeten Sickerungen, bisher waren keine Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Lediglich an der Eisenbahnüberführung in der Breitscheidstraße musste heute auf 70 m Länge wegen der Vernässungen ein Behelfssteg für die Deichwachen gebaut werden.

Über das Wochenende bleibt der Stab für außergewöhnliche Ereignisse rund um die Uhr im Einsatz. Auch die 56 Deichwachen laufen auf den neun Magdeburger Abschnitten in drei Schichten Streife. Zusätzlich sind 650 Kräfte in Bereitschaft, 350 von der Feuerwehr, 300 aus der Stadtverwaltung. "Damit können in drei Schichten jeweils rund 200 Kräfte zum Sandsackverbau am Deich und zum Füllen von Sandsäcken eingesetzt werden", erläutert Holger Platz. Bis gestern Abend hat die Feuerwehr einen Vorrat von 30.000 Sandsäcken angelegt und eingelagert.

An der Furtlake und am Flughafensiel behalten Umweltamt und Landesbetrieb für Hochwasserschutz die Entwicklung des Grundwasserpegels besonders im Auge. "An der Furtlake steht eine Pumpe bereit, sie musste bisher aber noch nicht zum Einsatz kommen, am Flughafensiel haben Experten heute Nachmittag die Situation geprüft, um die Pumpleistung zu optimieren", erläutert Einsatzleiter Platz die derzeitige Lage. Dort pumpt das THW Magdeburg seit einigen Tagen Wasser aus dem Polder in den Umflutkanal.

Auch der Grundwasserpegel an der Bördelandhalle wird inzwischen besonders aufmerksam kontrolliert. Bisher liegt er so tief, dass keine Gefahr für die Halle besteht. "Wir beobachten, ob er steigt und messen wie schnell, damit die Halle bei Gefährdung sofort stabilisiert werden kann."

 

Aktuelle Prognosen für den Pegel für den Pegel Magdeburg/Strombrücke:

8. April 2006 6,10 m

9. April 2006 6,05 m

10. April 2006 5,95 m

11. April 2006 (5,85 m - ungesichert)

12. April 2006 (5,70 m - ungesichert)

 

 

 

Einladung für Medienvertreter:

Stadtordnungsdienst und Polizei werden das Verbot, die Deiche zu befahren und zu betreten auch am Wochenende kontrollieren.

Wir laden Sie/Euch ein, den Stadtordnungsdienst zu begleiten.

Treff: Samstag (8. April 2006) 12.00 Uhr

Eingang Neues Rathaus, Bei der Hauptwache.

Gerd vom Baur, der Leiter des Stadtordnungsdienstes, wird Sie/Euch dort in Empfang nehmen und mit Ihnen/Euch zum Deich fahren.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
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