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Evangelische Jugendhilfe wird Träger der offenen Ganztagsgrundschulen
Borken - 11. April 2006. Träger der offenen Ganztagsgrundschulen in Borken wird die evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbh. Gemeinsam mit den Schulleiterinnen der Josefschule und der Johann-Waling-Schule und dem Schulleiter der Remigius-Grundschule hat sich die Verwaltung für das Angebot dieses Trägers ausgesprochen.
Nach Auswertung der eingegangenen Angebote vom Deutschen Rotem Kreuz gGmbH, Internationalen Bund Wesel-Moers, AWO West-Münsterland, Kreissportbund Borken e.V., Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH und Caritasverband Borken e.V. haben sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe einstimmig für das Angebot der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland entschieden.
Bei der Auswahl lag das Augenmerk insbesondere auf die vorgestellten fachlichen Konzepte für das Umsetzen der von den Schulen und der Verwaltung vorgegebenen Rahmenbedingungen für die Betreuung der Kinder. Daneben waren natürlich auch die damit verbundene Kosten von Bedeutung.
Der Rat der Stadt Borken hatte am Mittwoch vergangener Woche beschlossen, dass in der Josefschule, Johann-Walling-Schule und Remigius-Grundschule mit Beginn des kommenden Schuljahres zunächst mit jeweils einer Gruppe mit dem Angebot der offenen Ganztagsgrundschule gestartet werden sollte. Interessierte Kinder aus den anderen Grundschulen könnten bei entsprechender Aufnahmekapazität ebenso dieses Angebot nutzen. Die Verwaltung wurde beauftragt, in Abstimmung mit den beteiligten Schulen mit einem Kooperationspartner einen Vertrag zu schließen, "dessen Angebot wirtschaftlich günstig und pädagogisch attraktiv ist." Deshalb müsse nicht zwangläufig der preisgünstigste Bieter den Zuschlag erhalten, so der einstimmige Ratsbeschluss.
Mit der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland übernimmt ein freier Jugendhilfeträger die Verantwortung für die praktische Umsetzung des offenen Ganztagsschulangebotes, der seit Jahren in Borken für den Fachbereich Jugend und Familie zur Unterstützung von Familien in Erziehungsfragen tätig ist. Dabei zeichnete sie sich durch Fachkompetenz, Flexibilität, große Innovationsfreude und allgemein anerkannt guter Ergebnisqualität aus, schreibt die Stadt in ihrer Pressemitteilung.
Die Beteiligten sind jetzt dabei, gemeinsam den Start des offenen Ganztagsschulangebotes zum kommenden Schuljahr zu planen. Dabei ist es ein besonderes Anliegen der Schulleitungen und Verwaltung, dass für besondere Betreuungsangebote, die nicht vom festangestellten Personal abgedeckt werden, die Mitgliedsvereine des Stadtsportverbandes Borken berücksichtigt werden.
Mit den Grundschulen, insbesondere in den Ortsteilen, die zum kommenden Schuljahr noch kein offenes Ganztagsschulangebot haben werden, wurde vereinbart, dass die Eltern im Herbst zum Betreuungsbedarf befragt werden. Bei entsprechendem Interesse wird es wieder Informationsveranstaltungen für die Eltern geben.
Vorsorglich wird die Verwaltung schon jetzt Fördermittel für bis zu elf offene Ganztagsschulgruppen beantragen. Wenn es zu der erwarteten Erweiterung des offenen Ganztagsschulangebotes kommt, soll es im Interesse einer Trägervielfalt dann nicht ausschließlich bei einem Träger bleiben.
Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de
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