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Kinder und Internet - Vorsicht geboten!

Borken - 30. Juni 2006. „Internet, Playstation, Gameboy, Glotze und Co.“ unter dieser Überschrift stand der Informationsabend für Eltern, deren Kinder sich zum Internetführerscheinkurs der VHS Borken angemeldet hatten.

„Als seinerzeit die ersten Autos die Straßen unsicher machten, konnte man auch nicht so tun, als würden diese nicht existieren. Entsprechend musste Verkehrserziehung der Kinder stattfinden. Nur das beim Thema PC und Internet meist die Kinder einen Informationsvorsprung haben! Dieser Vortrag soll Eltern anregen, diesen Vorsprung zu minimieren.“ so Uli Henrichs, Computerspezialist und Kursleiter der Kinderkurse.

Warum ein kritischer Blick auf den Medienkonsum unserer Jüngsten nötig ist, referierte Jürgen Friedrich vom Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Borken. Das eine exzessive Computer- und Internetnutzung mit einem Mangel an Bewegungsaktivitäten einhergingen, sei nichts Neues. Haltungsschäden und Übergewicht könnten eine mögliche Folge sein. Neuere Studien belegten allerdings, dass es einen durchschlagenden Zusammenhang zwischen hohen Computer- bzw. Spielkonsolennutzungszeiten und schulischen Leistungen gebe. Selbst Lernprogramme seien vor diesem Hintergrund nicht mehr als uneingeschränkt positiv zu sehen, informierte Friedrichs die Teilnehmer. Ferner sei vielen Eltern auch nicht klar, dass das Internet die Eintrittskarte in die Welt darstelle. Menschenverachtende, gewaltverherrlichende oder pornografische Inhalte seien im Internet in allen Varianten zu finden. Bilder und kleine Videos aus Kriegsgebieten seien hier nur ein Beispiel.

„Leider finden diese Inhalte eine weite Verbreitung über Handys, die das Weiterleiten sehr einfach machen.“, so Friedrich. Ein weiterer negativer Aspekt sei die Tatsache, dass ehemals kindgerechte Seiten von Anbietern aufgekauft würden, um diese dann mit versteckten Vertragsfallen zu versehen. Die Folge sei häufig, dass so ein paar Monate später eine saftige Rechnung ins elterliche Haus flattere. Sollten Eltern, mit Hinweis auf fehlende Geschäftsfähigkeit ihrer Kinder, sich weigern zu bezahlen, folge ein Schreiben dubioser Anwaltskanzleien, die mit hohen Kosten und Strafverfahren drohten. Viele Eltern zahlten an dieser Stelle, um etwaigen Ärger zu vermeiden.

„Den Kindern den Umgang mit den neuen Medien zu verbieten ist sicher falsch, da sie allgegenwärtig sind. Ein kritischer Blick, sich selber informieren und ein gemeinsamer Umgang mit dem PC ist hier der beste Weg!“, richtet Friedrich abschließend ein Appell an die Eltern. Fragen zum Thema beantworten Jürgen Friedrich unter 02861/939-293 oder per E-Mail: Juergen.Friedrich@borken.de

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de

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Internet und Kinder - Eltern informieren sich



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