Die Jugendhilfsstelle in Nortmoor bekommt vom 1. September an einen neuen Leiter. Gleichzeitig soll das pädagogische Konzept der Jugendhilfsstelle noch konsequenter umgesetzt werden. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Landkreis Leer, Samtgemeinde Jümme, Grundschule, Kirchengemeinde, Polizei und dem Arbeitskreis Schule Rhauderfehn, der die Einrichtung betreibt. Damit reagieren die Beteiligten auf Ausschreitungen der Jugendlichen aus der Jugendhilfsstelle im Frühjahr, bei denen die Grundschule in Nortmoor beschädigt worden war.
Neuer Leiter wird Sozialoberinspektor Jörg Flessner, der bisher im Kreisjugendamt tätig war. Er ist ein sowohl in der Heimerziehung als auch in der Bezirkssozialarbeit des Jugendamtes erfahrener Sozialarbeiter. Flessner will in Zukunft auch den persönlichen Kontakt zu den Nachbarn der Einrichtung suchen und bittet die Bewohner des Dorfes, ihn bei Problemen immer direkt und ohne Scheu anzusprechen.
Die Jugendhilfsstelle Nortmoor sei ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil des Hilfekonzeptes des Landkreises für in Not geratene Jugendliche aus dem Landkreis Leer, so der Landkreis in einer Pressemeldung. Trotz aller Bemühungen könne aber naturgemäß nicht völlig ausgeschlossen werden, dass Bewohner der Einrichtung einmal auffällig würden. Dabei müsse aber auch ganz deutlich gesagt werden, dass die in der Hilfsstelle in Nortmoor wohnenden Jugendlichen nur selten straffällig geworden seien, im Prinzip nicht öfter als andere Jugendliche auch. Darüber seien Jugendamt und Polizei sich einig, und das lasse sich auch durch Zahlen belegen.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle, Dieter Backer
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