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Pflegekinderdienst Borken - Verstärkung im Team

Borken - 17. Juli 2006. Der Pflegekinderdienst des Jugendamtes Borken hat sich personell verstärkt. Gemeinsam mit Diplom-Sozialarbeiter Uwe Zachej arbeitet auch die Diplom-Sozialpädagogin Christiane Winkler in diesem Bereich.

Die Arbeit von Adoptiv- und Pflegeltern findet oft im Stillen statt. Erst wenn es größere Schwierigkeiten gibt, nimmt die Öffentlichkeit daran Anteil – und dann nicht immer positiv. „Wir sind zur Zeit in der glücklichen Lage, durch eine Stellenerweiterung den Eltern mehr Zeit zur Verfügung stellen zu können. Das wollen wir nicht nur für die Einzelfallhilfe, sondern auch für Gruppenangebote nutzen.“ so Uwe Zachej.

Im September beginnt eine Reihe von Themenabenden, die im Zwei-Monats-Rhythmus fortgesetzt wird. Dort werden Entlastungsmöglichkeiten für Pflegeltern aufgezeigt, Hilfen für die Bildung von Selbsthilfegruppen gegeben, Wissen über Bindungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten vermittelt, aber auch Versicherungsfragen geklärt. Durch die Gruppenangebote sollen den Eltern auch die Möglichkeit geben werden, Kontakte zu Familien zu knüpfen, die eine ähnliche Aufgabe übernommen haben. Daraus könnten die Familien häufig Kraft schöpfen, um die eine oder andere Krise zu bewältigen und sich gemeinsam an positiven Entwicklungen freuen . Denn die Kinder in Pflegefamilien haben häufig einen „Rucksack“ dabei, gefüllt mit Erinnerungen an ihre Herkunftsfamilie. Trauer und Wut gehören dazu, wie manchmal auch körperliche und/oder seelische Schwierigkeiten. Den Kindern die passende Unterstützung zu geben, ihre Lust auf neue Erfahrungen zu unterstützen und gemeinsam Alltag zu leben, dazu brauche man außer Liebe und Freude an einem Zusammenleben mit Kindern und einem freien Zimmer auch die eine oder andere Hilfestellung. „Pädagogen und Psychologen lernen ihr „Handwerk“ schließlich auch nicht von einem auf den anderen Tag.“ erläutert Zachej.

„Mit guter Vorbereitung und Begleitung kann das Zusammenleben mit Adoptiv- und Pflegekindern zu einem gelungenen und freudigen Lebensabenteuer werden“, weiß Christiane Winkler, die selbst seit vielen Jahren Adoptiv -und Pflegemutter ist, aus eigener Erfahrung zu berichten. Kinder zu begleiten und aufwachsen zu sehen, die in ihrer ursprünglichen Lebenssituation kaum Entwicklungschancen gehabt hätten, sei ein unbeschreiblich wertvolles Erlebnis. Die Adoptiv – und Pflegeeltern auf ihrem Weg zu begleiten und zu unterstützen haben sich Zachej und Winkler zur Aufgabe gestellt.

Neben den regelmäßigen Vorbereitungsseminaren bietet das Jugendamt Borken in Kooperation mit den Jugendämtern in Rheine, Ahaus und Gescher auch noch einen Aufbaukurs für Eltern an, die sich vorstellen können einem älteren oder traumatisierten Kind ein Zuhause zu bieten. Einmal jährlich fahren die Familien gemeinsam auf eine Wochenendfreizeit, wobei auch die Kinder auf ihre Kosten kommen. Neben der thematischen Arbeit steht der Spaß miteinander im Vordergrund.

Der Pflegekinderdienst sucht außer Adoptiv – und Dauerpflegeeltern immer Familien oder Einzelpersonen, die Kindern in Krisenfällen zeitlich begrenzt ein Zuhause bieten möchten. Diese sogenannte „Bereitschaftspflege“ wird notwendig, wenn Eltern aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind die Betreuung ihrer Kinder zu gewährleisten oder wenn durch familiäre Schwierigkeiten eine räumliche Trennung kurzfristig notwendig wird. Diesen Kindern möchte das Jugendamt, soweit möglich, ihr soziales Umfeld mit Kindergarten bzw. Schule und Freunden erhalten. Der Pflegekinderdienst braucht von daher Plätze für Kinder aller Altersgruppen vor Ort.

„Kinder in diesen Phasen zu begleiten kann sehr viel Spaß machen und kann das Leben von Familien ungeheuer bereichern.“ wirbt Winkler für ein solches Engagement. Auch diese Pflegeverhältnisse werden intensiv auf ihre Arbeit vorbereitet und anschließend begleitet. Neben der fachlichen Begleitung für alle Pflegeverhältnisse bietet die Stadt eine entsprechende finanzielle Unterstützung. Für weitere Informationen stehen Uwe Zachej (Tel.02861/939283) und Christiane Winkler (Tel.02861/939332) gern zur Verfügung.

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de

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Christiane Winkler und Uwe Zachej (2)



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