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Leverkusen, 15. August 2006

Musikgruppe "Shit happens" on Tour in Irland

Die zwölf Mitglieder der „Irish Folk“-Musikgruppe „Shit happens“ unter der Leitung von Christian Lauer haben zehn Tage in Cork, Irland, verbracht.

Die 13 bis 22-jährigen Schülerinnen und Schüler der Musikschule Leverkusen haben ihre musikalischen und persönlichen Erlebnisse seit dem Abflug am 27 Juli in einem Bericht zusammengefasst.

Als Anlage erhalten Sie den Reisebericht zu Ihrer redaktionellen Verwendung.

 

27.7.06, Flughafen Köln-Bonn, 7.30Uhr: Endlich ist es soweit: Das, worauf wir so lange gespart haben, liegt vor uns... Irland. OK, nicht GANZ Irland, aber immerhin 10 Tage in Cork, der zweit- bis drittgrößten Stadt nach Dublin, aber so genau muss man das nicht nehmen, wir fühlen uns wie auf dem Land. Überhaupt besteht Irland unserer Meinung nach sowieso zu 80% nur aus Landschaft. (Genauer: Wiese mit Schafen und/ oder Kühen drauf. )

Aber zurück zum Anfang. Shit happens ist eine Gruppe der Musikschule Leverkusen, deren Kern sich vor  5Jahren auf einer Musikfreizeit gefunden hat und die sich dem "Irish Folk" verschrieben hat. Ihr Name ist ihr Erfolgsrezept: "Shit happens". Verantwortlich für diese im Alter sehr gemischte Truppe (13-22Jahre) von 12 Musikschülern ist Herr Lauer, von allen liebevoll Käpt'n Blaubär genannt. Seiner Arbeit sind unter anderem die zwei 1.Preise im Landeswettbewerb "World and Folk Music" zu verdanken, der alle 2 Jahre stattfindet.

Spätestens seit Produktion der ersten CD "Smells like Hibiskustee" vor 2Jahren war klar, dass auf eine Irlandreise gespart werden sollte anstatt jeden verdienten Euro in Eis anzulegen, was unseren Interessen auch nicht ungelegen gekommen wäre. Dass dies 2Jahre, eine weitere CD ("Friday, 6pm") und einige "gigs" später geklappt hat, macht uns sehr glücklich.

 

Die Tatsache, dass es in unserer Jugendherberge nur Frühstück gab und die restliche Versorgung uns überlassen wurde, machte es uns möglich, völlig neue Kompetenzen, ja, Berufungen einzelner Gruppenmitglieder zu entdecken. Wir hätten jedoch auch ohne unseren "the BurgerKing" Mattes (ein HOCH auf ihn!) keine andere Wahl gehabt, als unser Selbstgekochtes zu essen, da ein täglicher Besuch im „Restaurants Zu Den 2 Goldenen Bögen“ (Mc Donalds hier nur exemplarisch genannt) unsere Gruppenkasse im Nu gesprengt hätte. Teures schönes Irland. Überhaupt mussten wir feststellen, dass auf verblüffend viele Dinge in Irland saftige Geldstrafen erhoben werden. Aufs Rauchen in Pubs zum Beispiel. Nur hätten wir über dieses liebend gern hinweggesehen, wenn dafür unsere "Kleinen" (alle unter 18) mit zu den abendlichen Sessions gedurft hätten. Nun denn, EINMAL haben wir es sogar geschafft, noch nach 20Uhr vollzählig in einen Pub zu gelangen -und ja, wir haben hoch und heilig versprochen nix zu trinken. Organisiert hat uns das eine freundliche Dame, die uns vorher bei einer eigentlich Shit-happens-internen Straßenmusik zugehört und daraufhin erst spontan zu einer 20Meter entfernten abendlichen offenen Musik- und Tanzveranstaltung eingeladen, und anschließend in den oben genannten "Spailpín fánach" Pub gelotst hat. Dort durften wir dann sogar ein paar unserer Sets zum Besten geben. DANKE.

 

Wer im Übrigen über 18 ist oder seinen Besuch auf Zeiten zwischen 15 und 19 Uhr legt, kann in den Pubs - wie auch von Irlandreiseführern profezeiht - viele, unheimlich nette Iren kennen lernen. Das Problem der ersten Kontaktaufnahme löst sich ob der typisch irischen Kommunikationsfreudigkeit fast von selbst, das Verstehen bleibt überdies ein Problem, dessen Lösung sich am einfachsten in einem Guinness - wer's mag - oder Ähnlichem finden lässt.

Viel gesehen haben wir und zu den prägendsten Eindrücken die wir aus Irland mitgenommen haben, gehören ganz sicher folgende Begebenheiten:: In Irland kann man auf der Burg "Blarney Castle" einen Stein küssen und (der Sage nach) redselig werden - was natürlich genau die Leute getan haben, die es am wenigsten nötig gehabt hätten. In Irland fahren die Busse nicht von Station über Station zu Station sondern von einem Dorf mindestens eine halbe Stunde bis zum nächsten Halt im übernächsten Dorf. In Irland mussten wir erstaunlicherweise weiter zum Meer laufen als wir gedacht und geplant hatten, was die fußlame Besatzung nicht gerade in Hochstimmung versetzte.

Zu den prägendsten Eindrücken, die wir in Irland hinterlassen haben, gehört mit Sicherheit der, den ein Verkäufer in einem der unzähligen Musikgeschäfte (die jedem irisch folk-Fan das Herz aufgehen lassen) von uns haben muss: an vier Tagen in Folge schauten wir bei ihm vorbei um quasi in Raten 9 Tin Whistles, 5 Bódhranschlägel, einige CDs und Lehrbücher und eine Bódhran zu kaufen.

Erwähnenswert ist außerdem noch, dass das Lebenselixier unseres Chefs "Fanta" in Irland eher seltener und im Geschmack anders vorzufinden war!

 

Für Irland 2007 ist planungstechnisch schon vorgesorgt! Unseren letzten Abend in Irland verbrachten wir in Dublin, da unser Flieger von dort aus am nächsten Morgen starten sollte, und in dieser Jugendherberge lernten wir so viele nette Menschen auf einen Schlag kennen, die uns anboten, doch spontan abends ein kleines Konzert im Gruppenraum zu veranstalten. Und doch bitte auf jeden Fall möglichst bald wiederzukommen, es würden für uns weitere Auftritte in Pubs organisiert werden. Shit happens liebt die irische Gastfreundschaft und sagt „Danke“ an alle Beteiligten! Das war für uns ein Wahnsinnserlebnis. Bis nächstes Jahr können wir dann auch alle Stücke auswendig, versprochen Herr Lauer.

 



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