Bocholt, 18. August 2006
Stadt beteiligt sich nicht an "Erste-Hilfe-Flyer"
Bocholter Unternehmerin fast geprellt
Bocholt (pd).
Die Stadtverwaltung Bocholt weist darauf hin, dass sie nicht an einem "Erste-Hilfe-Flyer" beteiligt ist, dessen Herausgeber derzeit offenbar im Raum Bocholt um Anzeigenkunden wirbt.
Zuletzt war es ein Stadtplan, jetzt ist es ein "Erste-Hilfe-Flyer", an dem die Stadt Bocholt beteiligt sein soll. Eine Bocholter Jungunternehmerin wurde von einem Verlag aus dem hessischen angesprochen und um eine Anzeige in einem "Erste-Hilfe-Flyer", der in Borken, Rhede und Bocholt verteilt werden soll, gebeten.
Beim Akquisitionsgespräch wies der Verlagsvertreter auch darauf hin, dass der Flyer in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Bocholt erstellt werden würde. Die Bocholter Unternehmerin erkundigte sich daraufhin bei Bruno Wansing vom Fachbereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, ob das auch der Fall sei. "Wir arbeiten mit derartigen Verlagen, die die hiesigen Firmen oft mit unseriösen Angeboten ansprechen, auf keinen Fall zusammen", erläutert Wansing. "Wenn wir Broschüren (z.B. die Neubürgerbroschüre Bocholt A - Z) erstellen, erhalten die Verlage, mit denen wir zusammenarbeiten, ein Empfehlungsschreiben der Stadt, damit die Firmen auch wissen, dass wir beteiligt sind."
Ein weiterer Grund, sich an diesem Flyer nicht zu beteiligen, ergab sich nach einem Telefonat mit einem Anzeigenkunden, der sich in Uedem an einem derartigen Flyer beteiligt hatte. "Lassen Sie bloß die Finger davon", so der Uedemer Unternehmer, "ich bin darauf hereingefallen und hänge jetzt fünf Jahre drin." Oft ist es so, dass Faxe an die möglichen Kunden versandt werden, auf denen die versteckten Fallen nicht immer leserlich sind.
"Der Informationsgehalt derartiger Druckwerke geht zumeist gegen Null. Die Daten findet man auch im örtlichen Telefonbuch", sagt Wansing. Uudem sei nicht immer gewährleistet, dass die versprochenen Auflagen auch verteilt werden." Auf ein Vorjahres- oder Beispielexemplar angesprochen, würden die Vertreter meist mit einem "Die Auflage ist vergriffen" anworten.
Rückfragen in derartigen Fällen beantwortet Bruno Wansing vom Fachbereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung der Stadt Bocholt, Telefon 0 28 71 95 35 71, E-Mail: bruno.wansing@mail.bocholt.de.