Die Jugend sei faul, frech und einfach nicht mehr so wie früher. Sie bringe nichts mehr zu Stande und wolle nichts mehr bewegen. So lautet ein gängiges Vorurteil der Eltern- oder Großelterngeneration. Über die aktuellen Anstrengungen von Magdeburger und Hallenser Jugendlichen würden sie umso erstaunter sein.
Ein Team von engagierten jungen Menschen fand sich zusammen, um den seit 2003 jährlich in Sachsen-Anhalt stattfindenden freistil-Wettbewerb zu organisieren. Der landesweite Wettbewerb befindet sich in Trägerschaft der Freiwilligenagentur Halle e.V. und wird gemeinsam mit dem Jugendforum Magdeburg und ,klar! (sprich kommaklar! - Regionale Servicestelle Jugendbeteiligung Halle) durchgeführt.
"Gemeinsam was bewegen" ist das Motto des Jugendforums und somit war es für uns selbstverständlich, den Hallensern ein wenig unter die Arme zu greifen", so Kevin Lüdemann, Vorstandsprecher des Jugendforums.
Das Jugendforum versteht sich als Interessenvertretung für Jugendliche Magdeburgs und initiiert Projekte für und mit Jugendlichen. Es dient als Sprachrohr der Jugend gegenüber Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung. Neben zahlreichen kommunalen Projekten wie der Kinderspielplatztestaktion "test it" und der Fördermöglichkeit für Projekte Jugendlicher durch "Youth Bank", geht es bei freistil darum, Engagement junger Menschen zu würdigen und auszuzeichnen. Die Aktion "test it" belegte im letzten Jahr den dritten Platz mit einem Preisgeld von 1000 Euro.
Junge Leute im Alter von 12 bis 27 Jahren, die Ideen und Vorschläge haben, können sich mit geplanten oder laufenden Projekten für freistil anmelden. Gesucht werden Projekte aus dem sozialen, kulturellen oder politischen Bereich, die dem Gemeinwohl nutzen. Einsendeschluss ist der 1. Oktober 2006.
Die Jury besteht aus Jugendlichen und Erwachsenen, die die frischesten, kreativsten und nachhaltigsten Ideen des Wettbewerbs mit einem Preisgeld von insgesamt 5000 Euro prämiert. Die Abschlussveranstaltung mit der Preisverleihung und anschließender Party findet im November diesen Jahres in der Magdeburger Festung Mark statt.
"Besonders freut es uns, dass wir unsere Sozialministerin Frau Gerlinde Kuppe und die Stadt Magdeburg als Unterstützer für den diesjährigen Wettbewerb gewinnen konnten.
Das jugendliche Engagement stieß auf offene Ohren", meint Lüdemann.
Interessenten finden die Bewerbungsunterlagen für den Wettbewerb im Internet unter