"Für gute Noten winkt nach der Ausbildung ein Job!"
Beigeordneter Platz zu Anreizen für Auszubildende bei der Stadt
Magdeburg.
51 Auszubildende haben am 1. August ihre Berufsausbildung bei der Stadtverwaltung Magdeburg begonnen. Sie haben gute Chancen, nach der Ausbildung einen Job in einem der städtischen Ämter oder Eigenbetriebe zu bekommen - vorausgesetzt sie schließen ihre Ausbildung erfolgreich ab.
Bereits seit 2003 bietet die Stadt ihren Auszubildenden nach bestandener Abschlussprüfung eine befristete oder unbefristete Beschäftigung - je nach erreichtem Abschluss. "Wir wollen den jungen Leuten damit nicht nur die Chance geben, praktische Erfahrungen im erlernten Beruf zu sammeln, sie haben in der Zeit ihrer befristeten Anstellung bei uns auch die Chance, sich auf interne Ausschreibungen zu bewerben und so zu einer unbefristeten Festanstellung zu kommen", erklärt der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz das Anliegen dieser Regelung.
Tatsächlich ist die Quote der Auszubildenden, die ihre Abschlussprüfung nicht bestanden haben, seit 2003 von 16,1% auf aktuell 4,3 % gesunken. Mehr als zwei Drittel der jungen Leute haben es geschafft, nach der Ausbildung eine 12monatige Beschäftigung zu erhalten. Dafür war bisher ein Abschluss-Durchschnitt von 3,0 erforderlich. Wer seine Ausbildung mit einem Durchschnitt von mindestens 2,0 abschließen konnte, kann sich sogar über eine unbefristete Festanstellung freuen.
"Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung und unter Berücksichtigung künftig verfügbarer Stellen in der Verwaltung schlagen wir dem Stadtrat jetzt eine Präzisierung der Regelung vor", erklärt Holger Platz mit Blick auf eine entsprechende Beschlussvorlage, die am Dienstag in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters bestätigt wurde. Sie soll nach der Beratung in den zuständigen Ausschüssen voraussichtlich im Oktober im Stadtrat beschlossen werden.
Absolventen der Berufe
- Stadtsekretär-Anwärter/-in,
- Fachangestellte/-r für Bürokommunikation und
- Verwaltungsfachangestellte/-r
erhalten ab 2007 eine unbefristete Weiterbeschäftigung, wenn sie ihre Ausbildung mit einem Durchschnitt von mindestens 2,4 (bisher 2,0) abschließen.
Wer ein Ergebnis zwischen 2,5 und 3,4 (bisher 2,1 bis 3,0) erreicht, kann mit einer 12monatigen Weiterbeschäftigung rechnen, bei einem Ergebnis bis 4,0 winkt noch eine 6-monatige Anschlusstätigkeit.
Neu ist, dass Absolventen in den Ausbildungsberufen
- Facharbeiter für Medien- und Informationsdienste
- Vermessungstechniker/-in
- Facharbeiter für Bäderbetriebe und
- Straßenwärter/-in
ab 2007 lediglich eine 6- oder 12monatige Anschlussbeschäftigung erhalten können.
"In diesen Bereichen verfügen wir in den kommenden Jahren kaum über frei werdende Stellen", so Holger Platz. "Dennoch wollen wir auch diesen Azubis die Möglichkeit geben, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln, damit sie dann auf dem Arbeitsmarkt eine Tätigkeit finden, die ihrer Qualifikation entspricht." Die Chancen dafür stehen gut - in diesen Berufen gibt es im näheren und weiteren Umfeld von Magdeburg gute Arbeitsmöglichkeiten. "Und mit etwas Glück, ergibt sich für die jungen Frauen und Männer während ihrer Tätigkeit bei uns die Möglichkeit, auf eine frei werdende Stelle zu wechseln."
Die Stadtverwaltung wird auch künftig mehr junge Leute ausbilden, als für den eigenen Bedarf erforderlich. Bewerbungen für das nächste Ausbildungsjahr, das am 1. August 2007 beginnt, nimmt die Stadtverwaltung bis 31. Oktober 2006 entgegen. Über die verschiedenen Ausbildungsberufe können sich Interessenten unter www.magdeburg.de im Bürgerportal unter Aktuelles & Service/Ausbildung und Stellenangebote informieren.
|