Löscharbeiten werden systematisch fortgesetzt
Großbrand in Magdeburg-Rothensee
Magdeburg.
Der Großbrand des Außenlagers eines Recycling-Unternehmens in Magdeburg-Rothensee ist unter Kontrolle und wird kontinuierlich eingedämmt. Inzwischen sind zwei Drittel der Halde umgeschichtet und abgelöscht. Auch die Rauchentwicklung ist deutlich zurück gegangen.
Die Feuerwehr setzt vor Ort drei Bagger und vier Radlader ein, um die Halde systematisch auseinanderzuziehen und Stück für Stück zu löschen. Äußerlich sind inzwischen keine Flammen mehr sichtbar, aber im Inneren gibt es noch Glutnester und glimmendes Material. Durch das Umschichten der Abfallberge können diese abgelöscht und ein Wiederaufflammen des Feuers verhindert werden. Derzeit sind in Rothensee 45 Feuerwehrleute im Einsatz.
"Die Brandbekämpfung ist gut vorangeschritten", schätzt Holger Platz, Leiter des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse, ein. "Wir rechnen damit, dass wir morgen Vormittag die Löscharbeiten abschließen können."
Das anfallende Löschwasser wird in ein abgedichtetes Rückhaltebecken auf dem Gelände des Unternehmens abgeleitet. "Wir haben das unmittelbar angrenzende Hafenbecken vom Grundstück der Recyclingfirma abgeriegelt und mit Beginn der Löscharbeiten sichergestellt, dass kein kontaminiertes Wasser in öffentliche Wasserkreisläufe gelangen kann, um Umweltschäden möglichst auszuschließen", erklärt Holger Platz Details der Einsatzstrategie.
Inzwischen nutzt die Feuerwehr das Löschwasser mehrfach zur Brandbekämpfung, um die Menge des kontaminierten Abwassers zu begrenzen. "Das Rückhaltebecken reicht aus, um das anfallende Löschwasser aufzunehmen."
Das Mobile Labor des Feuerwehr-Institutes aus Heyrothsberge hat heute weitere Messungen unmittelbar an der Brandstelle und direkt im Brandherd vorgenommen. Dabei wurden keine Schadstoffe in gesundheitsgefährdender Konzentration festgestellt. Da die Rauchentwicklung stark abgenommen hat, geht jetzt auch die Geruchsbelästigung für die Bürger deutlich zurück.
Das gestern eingerichtete Bürgertelefon ist heute noch bis 20.00 Uhr geschaltet. Unter der Rufnummer 0391/5 40 77 77 können sich Bürgerinnen und Bürger informieren.
|