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Damals in der DDR

Tischgespräch mit Dr. Stefan Wolle

Borken - 13. September 2006. 40 Jahre DDR sind seit 16 Jahren Geschichte, doch gemeinsam mit den Ausformungen und Sachzwängen der Wiedervereinigung 1989/90 zeigen sie mancherlei Nachwirkungen und lassen den Weg zur vielbeschworenen inneren Einheit länger werden als vielfach geglaubt. Zugleich ist das historische Wissen über das SED-Regime, über Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und alltägliches Leben in der DDR enorm gewachsen und ein vielschichtiges Bild entstanden. Einer, der sich auf diesem Feld in besonderer Weise auskennt, ist der Historiker Dr. Stefan Wolle. Am kommenden Samstag, den 16. September ist er im Rahmen der Ausstellung „Damals in der DDR“ im Stadtmuseum Borken zu Gast.

Stefan Wolle, 1950 in Halle/Saale geboren, hat an der Ost-Berliner Humboldt-Universität studiert, war 1976 bis 1989 Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften der DDR, wirkte 1990/1991 bei der Stasi-Auflösung mit, arbeitete von 1991 bis 1996 als Assistent an der Humboldt-Universität und ist seit 2002 Mitarbeiter im Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin. Er ist u.a. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik (Bonn) und der Historischen Kommission beim Parteivorstand der SPD und mittlerweile vorrangig als wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums Berlin tätig, das im Juli dieses Jahres eröffnet worden ist.

An der derzeit im Stadtmuseum präsentierten Ausstellung „Damals in der DDR“, erstellt vom Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig in der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik, hat er in zweifacher Hinsicht mitgewirkt – als Co-Autor des Begleitbuches und als Berater der gleichnamigen MDR-Fernsehserie. Im Rahmen eines Tischgesprächs wird er von seinen Erfahrungen in der DDR-Forschung berichten und anschließend auf Fragen, Anregungen und Diskussionsbeiträge eingehen.

Samstag, 16. September, 17.00 Uhr im Stadtmuseum Borken, Marktpassage 6. Eintritt: 4,00 €.

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de


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