Doktor Eisenbarth kehrt nach Magdeburg zurück
Magdeburg.
Fanfaren, Gaukler und barock kostümierte Schauspieler der Doktor-Eisenbarth-Festspiele treten am 23.09.2006 ab 9.45 auf dem Alten Markt vor dem Rathaus in der Innenstadt auf. Sie stellen die aufsehenerregende Heilung eines Blinden nach.
Seit fünf Jahren finden in Oberviechtach - dem Geburtsort des berühmten Wanderarztes - Festspiele statt. Sie erinnern an das Leben des Johann Andreas Eisenbarth (1663 - 1727). Der Okulist, Bruch- und Steinschneider bewohnte in seiner Wahlheimat Magdeburg das Anwesen "Zum güldnen Apfel" und machte es zum Stammquartier, von dem aus er ganz Deutschland bereiste. Trotz des schlechten Rufes, der Eisenbarths Name wegen des berüchtigten Spottliedes anhaftet, war er einer der fähigsten Mediziner seiner Zeit. In Magdeburg entstand nach Eisenbarths Vorstellungen die erste Arzneimittelfabrik der Weltgeschichte.
Die Schauspieler des bayerischen Ensembles Weilen auf einladung des Magdeburger Oberbürgermeisters in der Landeshauptstadt Sachsen-anhalts. Sie erinnern mit ihrem Auftritt an ein Stück der Stadtgeschichte Magdeburgs. 1898 nämlich tauchte der Wanderarzt zum ersten Mal überhaupt in einem Festspiel der damaligen "Medizinischen Gesellschaft" auf. Damals noch als Scharlatan und Aufschneider karikiert, hat die Forschung inzwischen längst bewiesen, dass Eisenbarth anders als sein Ruf war.
|