Badeverbot am Bugasee

22. September 2006. Die Stadt Kassel hat sich nach Vorliegen der Ergebnisse dazu entschlossen, aus Vorsorgegründen ein Badeverbot für den Bugasee auszusprechen, nachdem gestern auf Bitten der Stadt an sechs Stellen des Bugasees Wasserproben durch das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie untersucht worden waren. Die entsprechenden Hinweisschilder wurden noch gestern Abend aufgestellt.

Anlass für das Badeverbot ist eine derzeit zu beobachtende Algenblüte. Es handelt sich dabei überwiegend um sog. Blaualgen (Cyanobakterien). Einige Arten von Blaualgen sind in der Lage Toxine freizusetzen, die in entsprechend hohen Konzentrationen beim Menschen unter anderem zu Magen-Darm Beschwerden führen können.

Das UBA hat in 1997 eine "Empfehlung zum Schutz von Badenden vor Cyanobakterien-Toxinen" herausgegeben, in der Schwellenwerte für zwei Warnstufen angegeben sind. Gemessen wird die Konzentration von spezifischem Chlorophyll-a.

Der Schwellenwert, ab dem ein Badeverbot empfohlen wird, wurde an einer Stelle überschritten. An den übrigen fünf Stellen, darunter alle untersuchten Badestrände, besteht die Empfehlung in Warnhinweisen für die Badenden.

Die Stadt Kassel hat, trotzdem die offizielle Badesaison seit dem 15. September beendet ist, dennoch vorsorglich bis auf Weiteres ein Badeverbot ausgesprochen. Die äußeren Bedingungen, die zur Algenblüte geführt haben, bestehen nach wie vor, sodass ein weiterer Anstieg der Konzentrationen in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen werden kann. Darüber hinaus wird aufgrund des spätsommerlich guten Wetters mit einem großen Besucherandrang am kommenden Wochenende gerechnet.

Am 25. September wird der Bugasee erneut untersucht. Aufgrund der anschließend vorliegenden Ergebnisse wird dann über das weitere Vorgehen entschieden werden.

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