Ausbildung wagen - NRW hilft!

13.10.2006 | Herten

Unterstützung für Betriebe, die ausbilden wollen

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist nach wie vor schwierig. Aktuell suchen 123 junge Hertenerinnen und Hertener unter 20 Jahren eine Arbeit oder einen Ausbildungsplatz. Um die nordrhein-westfälischen Betriebe in ihrem Bemühen, mehr zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen, zu unterstützen, bietet das Land Nordrhein-Westfalen verschiedene Förderprogramme an.

Eine Ausbildung ist die Voraussetzung für die beruflichen Perspektiven der Jugendlichen. Zugleich wird die betriebliche Ausbildung gebraucht, damit die Wirtschaft auch in Zukunft auf gut ausgebildete Fachkräfte zurückgreifen kann. Nachfolgend finden Sie einige Informationen zur Ausbildungsförderung.

Externes Ausbildungsmanagement (EXAM)
Seit dem 1. November 2004 können kleine und mittlere Betriebe ein externes Ausbildungsmanagement für alle Aufgaben rund um die Organisation der Ausbildung eines Jugendlichen in Anspruch nehmen. Im Rahmen des Ausbildungskonsens NRW fördert das Land dieses externe Ausbildungsmanagement mit fünf Mio. Euro bis 2006. Ziel dieses bundesweit einzigartigen neuen Programms ist es, zusätzliche Betriebe für die Ausbildung zu gewinnen. Gefördert werden: kleine Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten und darunter vor allem Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten, die nicht mehr ausbilden oder bislang noch nicht ausgebildet haben. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Programm ist, dass die Betriebe einen Jugendlichen einstellen, der am 30. September 2004 noch keinen Ausbildungsplatz hat und bei den Agenturen für Arbeit gemeldet ist. Betriebe, die sich für das externe Ausbildungsmanagement interessieren, können sich an ihre jeweilige Kammer wenden.

Betriebliche Berufsausbildung im Verbund
Sie wollen ausbilden und können diesen Wunsch nicht realisieren, weil Ihr Betrieb nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln kann? Dieses Problem lässt sich lösen, indem Sie einen Verbundpartner suchen, mit dem Sie die Ausbildung gemeinsam durchführen. Ansprechpartner für die Verbundausbildung in der Emscher Lippe Region ist der Ausbildungsverbund Emscher Lippe, Tel. 02365 / 50 10 25.

Zweistufige Ausbildung im KfZ-Gewerbe
Als erster Schritt hin zur Flexibilisierung der Ausbildung wurde im NRW-Ausbildungskosens die Initiative zur Erprobung einer zweistufigen Ausbildung im KfZ-Gewerbe, der Kfz-Service-Mechaniker, gestartet. Die zweijährige Ausbildung ist für Jugendliche vorgesehen, die eher praktisch begabt sind und in der Regel über den einfachen Hauptschulabschluss verfügen. Wer nach zwei Jahren seine Ausbildung erfolgreich beendet, kann zum KfZ-Mechatroniker weiter lernen. Die zweijährige Ausbildung wird dabei angerechnet.

Partnerschaftliche Berufsausbildung im Ausbildungskonsens
Diese Form der Förderung wurde im Jahr 2004 neu eingerichtet, um Ausbildungsplätze für die unversorgten Jugendlichen zu schaffen, die am 31.12. eines jeden Jahres noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben und als ausbildungsplatzsuchend bei der Arbeitsverwaltung gemeldet sind. Ausbilder im rechtlichen Sinne ist dabei ein Träger, der bei der Umsetzung der Berufsausbildung mit Betrieben zusammenarbeitet. Verantwortlich für die Umsetzung sind die regionalen Ausbildungskonsensrunden bei den Koordinierungsstellen in den Industrie- und Handelskammern.

Einzelheiten, Voraussetzungen, Ansprechpartner und weitere Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter http://www.mags.nrw.de/arbeit/qualifikation/berufliche-bildung/foerderung.html

Selbstverständlich können Sie sich bei Fragen auch an die Wirtschaftsförderungsagentur Herten wenden. Wir helfen Ihnen weiter und vermitteln Kontakte! Tel. 02366/ 303 617, E-Mail: wirtschaftsfoerderung@herten.de.