12. Oktober 2006. Wie ist die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen in Kassel? Wer ist gefährdet? Wer ist gefährlich? Zeigen sich in Kassel andere Problemlagen als im übrigen Bundesgebiet? Welche positiven Ansätze gilt es auszubauen und welche zusätzlichen Maßnahmen können dazu beitragen, die Situation von Kindern und Jugendlichen in Kassel zu verbessern?
Professor Dr. Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, wird am 31. Oktober um 19 Uhr im Bürgersaal des Kasseler Rathauses Forschungsergebnisse einer Schülerbefragung aus dem Jahr 2005 in Kassel und die Folgerungen für die Präventionsarbeit vorstellen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind recht herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen.
Die Beantwortung der Fragestellungen setze eine umfangreiche Datenerhebung für das gesamte Stadtgebiet voraus. Die Stadt Kassel beteiligte sich deshalb im vergangenen Jahr an einer Repräsentativbefragung durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen KFN. Bundesweit wurden in elf Städten und Landkreisen insgesamt 6.000 Schülerinnen und Schüler aus vierten Klassen sowie 17.000 Jugendliche aus neunten Klassen befragt. Schwerpunkt der Untersuchung waren die familiären, schulischen und sozialen Rahmenbedingungen, in denen die Kinder und Jugendlichen aufwuchsen, ihre Gewalterfahrungen und ihr Medienkonsum.
In Kassel nahmen 522 Kinder und 1.659 Jugendliche sowie die Klassenlehrerinnen und -lehrer aus den Jahrgängen 4 und 9 an der Befragung teil. Die Ergebnisse wurden in einem umfangreichen Abschlussbericht zusammengefasst. „Uns liegt damit eine aussagekräftige Datenbasis für Vorhaben im Bereich der Gewaltprävention und Schulmüdigkeit vor. Wir werden diese Ergebnisse sorgfältig analysieren“, teilt Stadträtin Anne Janz mit und fügt hinzu, dass sich die Stadt Kassel durch die stärkere Vernetzung von Jugendamt, Schule und Staatlichem Schulamt sowie den Vorhaben im Rahmen der Arbeit des Netzwerkes gegen Gewalt auf dem richtigen Weg befinde.
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