Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
[Alle Meldungen]
[Medienarchiv]
[E-Mail-Abo]
[Suche]

[Druckansicht]

Magdeburg, 09. November 2006
Prachtvolle Goldschmiedearbeit eingetroffen - Adelheid-Kreuz wird in Magdeburg gezeigt

Magdeburg – Ein weiteres großes mittelalterliches Kunstwerk ist in der Magdeburger Geschichtsschau „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“ eingetroffen. Für das letzte Drittel der Ausstellungslaufzeit zeigt das Kulturhistorische Museum das kostbare Adelheid-Kreuz aus dem Kärntner Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal.

 

„Das Adelheid-Kreuz nach Magdeburg zu holen, war für uns ein so wichtiges Anliegen, dass wir selbstverständlich auch mit einer verkürzten Leihdauer einverstanden waren. Unsere Abteilung zur Salierzeit hat damit für die letzten fünf Ausstellungswochen einen weiteren Höhepunkt zu bieten“, sagte Museumsdirektor Prof. Dr. Matthias Puhle.

  

Das mit Edelsteinen dicht besetzte Goldkreuz wurde im 11. Jahrhundert geschaffen und steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem großen Konflikt zwischen Königtum und Papsttum, der in dieser Zeit das Reich erschütterte. Es soll für König Rudolf von Schwaben, den Gegenspieler Kaiser Heinrichs IV. geschaffen worden sein, der 1077 von einer papsttreuen Fürstenversammlung zum Gegenkönig gewählt worden war.

 

Um seinen Machtanspruch als christlicher Herrscher zu demonstrieren, hätte Rudolf als Zeichen seiner Herrschaft das Reichskreuz besitzen müssen. Dieses befand sich jedoch im Besitz seines Gegners Heinrichs IV. So wird vermutet, dass König Rudolf bei seiner Krönung das Adelheid-Kreuz anstelle des tatsächlichen Reichskreuzes übergeben wurde.

 

Gestiftet wurde das Kreuz von Königin Adelheid von Ungarn, der Tochter Rudolfs von Schwaben. Mit einer Höhe von 83 cm überragt es das Reichskreuz um einige Zentimeter. Der Überlieferung nach trägt das Adelheidkreuz als Reliquie jenes Stück Holz vom Kreuze Christi, an das dessen rechte Hand angenagelt war. Im Jahre 1809 gelangte das Kreuz in den Besitz des Stifts St. Paul im Lavantal. In Magdeburg wird es bis zum Ende der Ausstellung am 10. Dezember 2006 zu sehen sein. (www.dasheiligereich.de)

 

Dr. Alexander Schubert

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Otto-von-Guericke-Straße 68-73

39104 Magdeburg

Tel. 0391/5354815

Fax. 0391/5354824

Schubert@dasheiligereich.de

 

 



[Zurück]


Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
FAX: (03 91) 5 40 21 27
E-Mail: presse@magdeburg.de
URL: www.magdeburg.de

Die Pressestelle "Landeshauptstadt Magdeburg" ist Mitglied bei presse-service.de [http://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. presse-service.de