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Leverkusen, 10. November 2006

Reichspogromnacht: Gedenken am Platz der Synagoge - Halt an „Stolpersteinen“

Gemeinsames Gebet in der Aloysius-Kappelle

Mehre hundert Leverkusenerinnen und Leverkusener gedachten am Donnerstag, 9. November, am Opladener Platz der Synagoge der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, in der in ganz Deutschland jüdische Gotteshäuser verwüstet und in Brand gesteckt wurden - der Reichspogromnacht. 

 

An das Grauen dieser Nacht und die Millionen Opfer des Nationalsozialismus erinnerten Wortbeiträge von Schülerinnen und Schüler des Landrat-Lucas-Gymnasiums und der Montanus Realschule. Musikalisch eingerahmt wurde die Gedenkveranstaltung mit insgesamt vier Strophen des jüdischen Liedes „ Undser schtetl brent“, eindrucksvoll vorgetragen von einem Ensemble der Musikschule Leverkusen.

 

Oberbürgermeister Ernst Küchler betonte in seiner Ansprache, nicht einfach nur als Ritual empfunden werden dürften. Dies schulde man nicht nur den Opfern, sondern auch jenen, die in Zukunft  einen Anspruch hätten, in einer humanen und demokratischen Gesellschaft zu leben.

 

Gebet und Gesang des jüdischen Rabbiners Julien-Chaim Soussan aus Düsseldorf schlossen sich an. Für große Aufmerksamkeit sorgte nach der Kranzniederlegung  am Gedenkstein am Platz der Synagoge der Halt an drei „Stolpersteinen“ des Kölner Künstlers Günther Denning in der Opladener Fußgängerzone. Die Steine erinnern an frühere jüdische Mitbewohner, die im jeweiligen Haus an dem in den Boden eingelassenen Stolperstein gelebt haben. Schüler trugen drei Schicksale von Menschen, die bis zum Holocaust dort gelebt hatten, vor.

 

Ein gemeinsames Gebet in der Aloysius Kappelle, bei dem für die albanische Gemeinde Iman Amir Dzeladin, für die katholische Kirche Pfarrer Heinz-Peter Teller und für die evangelische Kirche Pfarrer Manfred Jetter. Sprachen, sowie das Lied „Hevenu shalom alechjem – Wir alle wollen Frieden“, gesungen in deutsch und hebräisch, beendeten eine bewegende Gedenkveranstaltung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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