Amerikanischer Wirtschaftsgesandter besucht Herten

14.11.2006 | Herten

Robert Cekuta informiert sich über Wasserstoff-Technologien

Der Wirtschaftsgesandte der US-Botschaft in Berlin, Robert F. Cekuta, hat sich in Herten über die Fortschritte in der Wasserstoff-Technologie informiert. Bei der Firma IdaTech im Zukunftszentrum diskutierte er mit Bürgermeister Dr. Uli Paetzel, dem IdaTech-Vertreter Michael Tausch und dem Vertreter des Brennstoffzellen-Netzwerkes NRW, Dr. Andreas Ziolek, über Zukunftschancen und Hürden der H2-Projekte.

Uli Paetzel zeigte sich erfreut über den hochrangigen Besuch und berichtete über die Pläne der Verwaltung, den Standort Herten als Wasserstoff-Kompetenzzentrum zu etablieren. „Herten hat schon jetzt überregional einen sehr guten Ruf im Bereich der H2-Technologien - nahezu alle wichtigen Unternehmen in dieser Branche haben zumindest eine Zweigstelle in unserer Stadt. Wir möchten diese große Chance nutzen, um weitere Arbeitsplätze nach Herten zu holen.“

 

Diesen Eindruck bestätigte auch die US-Delegation, die von Dr. Richard Volk, Spezial-Wirtschaftsberater des US-Generalkonsulats in Düsseldorf, ergänzt wurde: Herten hat sich für den Markt der Zukunft gut positioniert.

 

Verschiedenste Geschäftszweige in den USA interessieren sich laut Robert Cekuta bereits für Wasserstoff als Energieträger – von der Automobilbranche bis hin zum Militär. „Durch das Thema Wasserstoff möchten wir die bestehenden engen wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Deutschland und den USA weiter ausbauen und gemeinsam einen Weg suchen, Energien klüger zu nutzen.“ Langfristiges Ziel solle es sein, den Wasserstoff als alltagstauglichen Treibstoff auf breiter Ebene einzuführen.

 

Zum Thema „Alltagstauglichkeit von Wasserstoff“ berichteten Michael Tausch (IdaTech) und Andreas Ziolek (NRW-Brennstoffzellennetzwerk) den Gesandten über verschiedene, bereits angelaufene Projekte – unter anderem über das europäische Förderprojekt HyChain und den Einsatz von Brennstoffzellen in Fahrrädern, Fahrzeugen, Stromaggregaten und Telefonzellen, beispielsweise während der WM.

 

Deutlich wurde in den Gesprächen, dass vor allem in der Öffentlichkeit und bei Behörden noch Aufklärungsbedarf herrscht. So ist Wasserstoff entgegen der landläufigen Meinung in der Anwendung nicht gefährlicher als z.B. Benzin. Hier müssten nicht zuletzt gesetzliche Hürden abgebaut werden, um den neuen Treibstoff großflächig einführen zu können.

Pressekontakt: Pressestelle, Nele Däubler (Pressesprecherin), Tel: 02366/303-357, Mail: n.daeubler@herten.de