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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 17.11.2006


"NEIN zu Gewalt an Frauen!" - Internationaler Gedenktag am 25. November

Iserlohn. Der 25. November ist der Internationale Gedenktag “NEIN zu Gewalt an Frauen!”. Darauf machen die blaubedruckten Fahnen aufmerksam, die an diesem Tag am Iserlohner Rathaus sowie vor den Bürgerservice-Stellen in Letmathe und Hennen wehen werden. Die Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn schließt sich damit einer bundesweiten Fahnenaktion der Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES an. Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik, gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden. Sie hatten sich an Aktivitäten gegen den Diktator Trujillo beteiligt.

Der Arbeitsalltag in der Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn zeigt, körperliche und seelische Gewalt gegen Frauen und Mädchen passiert auch hier vor Ort. Darum gibt es, ebenfalls am 25. November von 10.00 bis 13.00 Uhr vor der Reformierten Kirche in der Wermingser Straße einen Infostand. Die Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn, das Frauenhaus, die Gleichstellungsbeauftragte der Polizei und die Frauenberatungsstelle Märkischer Kreis informieren über ihre Beratungs- und Hilfsangebote. Sie leisten in akuten Situationen unbürokratische und schnelle Hilfe. Am Stand können sich nicht nur von Gewalt betroffene Frauen kundig machen, sondern alle Bürgerinnen und Bürger. Auch Gewalt im Freundes- und Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft darf nicht verschwiegen und somit zur "Privatsache" werden.

Da es sich um einen Internationalen Gedenktag handelt, wird als Zeichen der Verbundenheit und Solidarität am Donnerstag, 30. November, um 17.00 Uhr im Ratssaal des Rathauses I am Schillerplatz der Film über eine bosnische Frau, "Esma’s Geheimnis", gezeigt. Dieser Film hatte großen Erfolg bei der Berlinale 2006 und wurde von der Jury der Evangelischen Filmarbeit als Film des Monats empfohlen.
Esma, eine alleinerziehende Frau lebt mit ihrer Tochter Sara in Sarajewo. Nach dem Krieg gilt es zunächst den Alltag zu bewältigen. Doch für Sara wird die Frage, wer denn nun eigentlich ihr Vater ist, immer dringlicher. Esma schweigt zunächst, doch irgendwann bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Sie wurde im Krieg mehrfach vergewaltigt und wurde schwanger. Um sich und die Tochter zu schützen, hat sie die Vergewaltigung verschwiegen. Mutter und Tochter versuchen im Schatten der Vergangenheit eine gemeinsame Zukunft zu finden.
In eindringlichen Bildern und Worten zeigt die junge Regisseurin Jasmila Zbanic, was es heißt, bis heute nicht über das Erlebte reden zu können, es geheim zu halten und damit (über)leben zu müssen.

Die Frauen in Bosnien, die Opfer der Massenvergewaltigungen wurden, brauchen immer noch dringend Hilfe: medizinische, therapeutische, finanzielle. Deshalb wird der Film von der Spendenaktion "Gemeinsam für die Frauen in Bosnien" begleitet, die die Frauen- und Menschenrechtsorganisation "medica mondiale" initiiert hat. Der Eintritt ist frei! Statt dessen können die Besucherinnen und Besucher für die genannte Aktion spenden. Eine Spendendose wird im Rathaus aufgestellt.



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