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Ausstellung mit Fotos der alten Stadt Bam im Rathaus zu sehen
Einzigartige Fotos vom Weltkulturerbe
24. November 2006. Als vor drei Jahren die Meldung über ein verheerendes Erdbeben im Iran durch die Presse ging, hörten viele Menschen den Namen des betroffenen Ortes zum ersten Mal: Bam. Doch da trotze die Stadt schon über 2000 Jahre lang der Hitze der Wüste und Generationen von Feinden. Wie Bam vor seiner Zerstörung aussah, zeigt nun eine Ausstellung im Foyer des Rathauses.
Der aus Persien stammende Mansour Sheikhan fotografierte vor 30 Jahren die alte Stadt Bam. Der Zugang zu der alten Ruine war während der Regierungszeit des Schahs streng reglementiert. Sheikhan hatte damals das Glück, als 24-jähriger Fotograf diese einzigartigen Fotos zu machen. „Mein Ziel ist es, Ausstellungen meiner Bilder an verschiedenen Orten zu initiieren, um einen Beitrag dazu zu leisten, dass der Wiederaufbau Bams nicht in Vergessenheit gerät.“, so der Fotograf, der seit 2002 in Haltern lebt.
Die Ausstellung, die bereits in mehreren Städten Deutschlands gezeigt wurde, ist vom 30. November bis zum 28. Dezember im Rathaus während der Öffnungszeiten zu sehen.
Infos zur Ruine von Bam, dem „Juwel aus Lehm“
Die Ruinenstadt Bam liegt im Südosten des Iran ungefähr 200 km südlich der Provinzhauptstadt Kerman in der Wüste Dasht-i-Kavir. Die Gebäude wurden fast ausschließlich aus den Materialien gebaut, die in der näheren Umgebung vorhanden waren. Dies waren hauptsächlich Lehmziegel, die mit Stroh und Palmfasern zusammen gehalten wurden. Auf Grund der besonderen klimatischen Bedingungen hat die Stadt bisher der Verwitterung trotzen können und war bis zu dem Erdbeben genau so erhalten wie sie vor ungefähr 150 Jahren von ihrer Bevölkerung verlassen wurde. Auf dem Höhepunkt ihrer politischen, militärischen und wirtschaftlichen Macht lebten in Bam schätzungsweise 11.000 Einwohner verteilt auf ca. 400 Häuser innerhalb der Stadtmauer, deren Verlauf sich in den letzten 2000 Jahren kaum verändert hat. Das es sich bei Bam um eine historische und archäologische Rarität handelt wird man auf den ersten Blick gewahr. Viele der bekannteren historisch-archäologischen Komplexe, wie das Kolosseum in Rom oder die Akropolis in Athen zeigen dem Besucher nur einen kurzen Ausschnitt aus ihrer langen Geschichte. Im Gegensatz dazu eröffnet sich dem Besucher in Bam ein Überblick über 2000 Jahre kontinuierlicher Besiedelung. Von unwirtlichen Bergen umgeben, sticht die Stadt hervor wie ein kulturelles Juwel.Von der Zeit unangetastet, sah der Besucher der Stadt die Wohnhäuser, Schulen, Kampfplätze und öffentliche Bäder noch bis vor kurzem an der gleichen Stelle wie vor Jahrhunderten. Die Stadt Bam wurde am 26. Dezember 2003 von einem Erdbeben heimgesucht und zu 85% zerstört. Bam wurde danach von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de
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Öffentliche Wohnhäuser, Gouverneurspalast in Bam
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