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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 27.11.2006


"NEIN zu Gewalt an Frauen" - Preisgekrönter Film zum Internationalen Gedenktag

Iserlohn. Im Rahmen des Internationalen Gedenktages "NEIN zu Gewalt an Frauen" laden die Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn, das Frauenhaus, die Frauenberatungsstelle Märkischer Kreis und die Gleichstellungsbeauftragte der Polizei alle Interessierten zu dem Film "Esma’s Geheimnis am Donnerstag, 30. November, um 17.00 Uhr im Ratssaal des Rathauses I am Schillerplatz 7 ein.
Der Film war eine Sensation auf der Berlinale 2006 und wurde danach mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er soll im Rahmen des Internationalen Gedenktages ein Zeichen der Verbundenheit und Solidarität mit Frauen in Bosnien setzen, nachdem die Veranstalterinnen am letzten Samstag mit einem Info-Stand auf Beratungs- und Hilfsangebote für Frauen vor Ort aufmerksam gemacht haben.

Der Film zeigt das Leben der alleinerziehenden Esma, die mit ihrer 12-jährigen Tochter Sara in Grbavica, einem Stadtteil von Sarajewo lebt. Nach dem Krieg gilt es zunächst, den Alltag zu bewältigen. Um eine Ermäßigung bei den Kosten für eine Klassenfahrt zu bekommen, braucht Sara den Nachweis, dass ihr Vater ein Kriegsheld war. Doch ihre Mutter versucht, das ganze Geld allein aufzutreiben. Sie will das Geheimnis um Saras Vater um jeden Preis bewahren, um sich selbst und ihre Tochter zu schützen. Aber die Fragen ihrer Tochter werden drängender und irgendwann bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Esma konfrontiert das Mädchen damit, dass sie bei einer der zahlreichen Vergewaltigungen im Gefangenenlager gezeugt wurde. Es ist ihr erster Schritt zur Verarbeitung ihres tiefen Traumas. Mutter und Tochter versuchen im Schatten der Vergangenheit eine gemeinsame Zukunft zu finden.
In eindringlichen Bildern und Worten zeigt die junge Regisseurin Jasmila Zbanic was es heißt, nicht über das Erlebte reden zu können, es geheim zu halten und damit (über)leben zu müssen.

Der Film ist eine Chance für die bosnischen Frauen. Er zeigt, dass Frauen auch elf Jahre nach Kriegsende immer noch dringend Hilfe brauchen: medizinische, therapeutische, und finanzielle. Deshalb wird der Film von der Spendenaktion "Gemeinsam für die Frauen in Bosnien" begleitet, die die Frauen- und Menschrechtsorganisation "medica mondiale" initiiert hat.
Der Eintritt ist frei. Statt dessen können die Besucherinnen und Besucher für die Aktion spenden. Eine Spendendose wird im Ratssaal aufgestellt.

Während der Veranstaltung wird die Stadtbücherei einen Büchertisch mit Titeln zum Thema "Gewalt gegen Frauen" anbieten.



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