07. Dezember 2006. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen schlägt Alarm: Das Münchener Transrapid-Projekt „steht auf der Kippe“, erklärte am Donnerstag Oberbürgermeister Hilgen im städtischen Pressedienst. Noch immer sei es nicht gelungen, eine Verwaltungsvereinbarung über die Weiterleitung der vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages für das Münchener Transrapidprojekt freigegebenen Gelder an die Deutsche Bahn abzuschließen. Dabei handele es sich um Finanzmittel in Höhe von 50 Mio Euro, führte Hilgen weiter aus.
Es sei zu befürchten, dass auf der am morgigen Freitag stattfindenden Sitzung des Aufsichtsrates der Deutschen Bahn AG das Münchener Transrapid-Projekt „beerdigt“ werde. Hilgen forderte den zuständigen Bundesminister Wolfgang Tiefensee sowie den bayrischen Staatsminister Erwin Huber auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit das Aus für die deutsche Transrapid- Referenzstrecke zwischen dem Münchener Hauptbahnhof und dem Großflughafen Erdinger Moos verhindert werde.
Eine Entscheidung gegen den Transrapid habe nicht nur gravierende Auswirkungen auf die Arbeitsplätze am Kasseler Transrapid Standort, sondern werde auch negative Wirkung zeigen bei der weiteren Vermarktung der Transrapid-Technologie in aller Welt, zeigte sich der Kasseler OB sicher. Darüber hinaus sei zu befürchten, dass ein Transrapid-Aus auf den internationalen Märkten generell nachteilig bezüglich des Technologie- und Wirtschaftsstandortes Deutschland sein werde. Hilgen: „Dies muss mit aller Macht verhindert werden! Der Schlüssel dafür liegt in München und Berlin.“
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