Oberbürgermeister Hilgen erinnert an bedeutende Kasseler Schriftstellerin Christine Brückner

08. Dezember 2006. An die bedeutende Kasseler Schriftstellerin Christine Brückner, die 1984 zusammen mit ihrem Ehemann Otto Heinrich Kühner den „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ gestiftet hatte, hat jetzt Oberbürgermeister Bertram Hilgen anlässlich ihres 85. Geburtstages am 10. Dezember erinnert.

Christine Brückner, die 1921 in Schmillinghausen geboren wurde, verbrachte ihre Jugendjahre in Kassel, wo sie wieder ab 1960 lebte und bis zu ihrem Tod vor zehn Jahren am 21. Dezember 1996 wirkte. Hilgen erklärte, Christine Brückner habe das kulturelle Leben Kassels durch eine Vielzahl von Lesungen, aber eben auch durch die Stiftung des Literaturpreises bis zu ihrem Tod geprägt. Mit ihren Büchern, darunter die „Poenichen“-Trilogie, die in den Jahren 1975 bis 1985 entstand, und zahlreiche Bestsellerromane, sei Christine Brückner über die Grenzen Deutschlands bekannt geworden. Sehr erfolgreich sei auch ihre Sammlung fiktiver Monologe „ungehaltener Frauen“, die 1983 unter dem Titel „Wenn du geredet hättest, Desdemona“ veröffentlicht wurde, gewesen. Als Vizepräsidentin des deutschen P.E.N.-Clubs habe sie sich besonders für gefangene Autoren in der Dritten Welt eingesetzt.

Gemeinsam mit ihrem Mann Otto Heinrich Kühner, so der Oberbürgermeister weiter, habe sie mit dem Kasseler Literaturpreis ein Zeichen setzen wollen für die humoristische Literatur in Deutschland. Die Stadt Kassel habe Christine Brückner, die auch Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes war, 1987 mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde gewürdigt.

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