Empfang für engagierte Jugendliche im Rathaus
OB Trümper ehrt Freistil-Sieger
Magdeburg.
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute die Magdeburger Gewinner des Freistil-Jugendwettbewerbs im Alten Rathaus empfangen. 68 Jugendliche und Jugendgruppen hatten sich in diesem Jahr am Landeswettbewerb beteiligt. Unter den 10 prämierten Ideen waren drei aus Magdeburg.
"In der Öffentlichkeit wird das Engagement junger Menschen sehr häufig unterschätzt oder nicht wahrgenommen. Nach wie vor besteht in breiten Schichten der Bevölkerung das Vorurteil von einer weitgehend desinteressierten Jugend", so OB Dr. Lutz Trümper heute beim Empfang der engagierten Jugendlichen. "Das Projekt ‚Freistil‘ schafft es, diesem Vorurteil entgegenzuwirken. Der Wettbewerb macht jugendliches Engagement sichtbar und motiviert junge Leute, sich zu engagieren, indem es ihr Bemühen öffentlich würdigt."
Der Landeswettbewerb "Freistil - engagiert in Sachsen-Anhalt", in Trägerschaft der Freiwilligenagentur Halle-Saalkreis e.V., wurde in diesem Jahr erstmalig in Kooperation mit der Regionalen Servicestelle Jugendbeteiligung Halle (‚klar!) und dem Jugendforum Magdeburg organisiert und durchgeführt. Die Schirmherrschaft hatte die Sozialministerin des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Gerlinde Kuppe.
Insgesamt wurden 68 Projektideen eingereicht, darunter 17 aus der Landeshauptstadt. Die Preisverleihung fand am 4. November in der Festung Mark statt.
Unter den zehn ausgezeichneten Projekten waren drei aus Magdeburger:
5. Platz: M-Trails
Anfang 2002 setzte sich eine kleine Gruppe von Bikern zusammen und stellte fest, dass es schön wäre, einen festen Platz zum Üben und Austoben zu haben. Sie suchten eine geeignete Fläche, fanden diese am Sachsenring/Ecke Maybachstr., entwickelten ein Konzept und schufen sich in zahlreichen Stunden ein Areal, auf dem sie ihrem Hobby nachgehen können.
Über 3500 Tonnen Erde wurden bewegt, 64 Sprünge aufgebaut. Alle Jugendlichen der Stadt können dieses Angebot nutzen, mittlerweile wurden sogar drei Wettbewerbe durchgeführt. Eine neue Strecke ist in Planung.
8. Platz: "Bluebox"
Im Magdeburger Club e.V. engagieren sich seit 2004 junge Leute aus verschiedenen Parteien und sorgten bereits mit zahlreichen kreativen Ideen für Aufmerksamkeit (u.a. "Mein Stern für Magdeburg"). Ziel der Aktivitäten ist die Verbesserung des Stadtimages. Bei dem prämierten Projekt soll der sogenannte "Blaue Bock" im Dezember 2006 in ein riesiges, interaktives Computerdisplay verwandelt werden.
9. Platz: "Jugend im Stadtrat"
Im Mai diesen Jahres fand zum 4. Mal eine Sitzung "Jugend im Stadtrat" auf Einladung des Vorsitzenden des Stadtrates und des Oberbürgermeisters im Alten Rathaus statt. Organisiert wurde diese Veranstaltung vom Jugendforum Magdeburg. In mehreren Workshops konnten interessierte Jugendliche aus Magdeburger Schulen und Freizeiteinrichtungen Anträge oder Anfragen ausarbeiten und in der Sitzung öffentlich diskutieren. Fast alle Anträge wurden in die Fachausschüsse des Stadtrates überwiesen und im Stadtrat abgestimmt. Mit dieser Form der Beteiligung können Jugendliche sich unmittelbar in die Kommunalpolitik einmischen und mit den Stadträten und dem Oberbürgermeister über ihre Anliegen und Probleme diskutieren.
Der Wettbewerb
2003 fand unter dem Motto "Freistil" der erste Wettbewerb für engagierte Jugendliche statt. Über 60 Initiativen hatten sich beworben und auch in den beiden darauf folgenden Jahren fand das Projekt regen Zulauf. In diesem Jahr hat Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Aktion unterstützt. Über 4.000 Plakate in Sachsen-Anhalt, die durch die Ströer Deutsche Städte Medien GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, warben von Anfang Mai bis zum Einsendeschluss am 1. Oktober 2006 für zahlreiche Zuschriften. Die Preisverleihung fand am 4. November 2006 in der Festung Mark statt, die Gewinner erhielten Preise im Wert von 5.000,- EUR.
Unterstützt wurde der Wettbewerb u.a. durch die Firma Ströer Deutsche Städte Medien. Die Ströer Gruppe ist Spezialist für alle Werbeformen, die außer Haus zum Einsatz kommen - vom klassischen Plakat über Werbung auf Wartehallen und öffentlichen Verkehrsmitteln bis hin zu elektronischen Medien. Den Freistil-Wettbewerb unterstützte das Unternehmen durch eine Plakatkampagne.
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