22. Dezember 2006. Die gemeinsame Volkshochschule von Stadt und Landkreis Kassel nimmt auch eigentumsrechtlich Konturen an. Nachdem der Magistrat der Stadt Kassel der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung über eine gemeinsame Volkshochschule zugestimmt hatte, konnte jetzt die Projektentwicklungs-GmbH & Co. Landratsamt KG die Grundstücke Wilhelmshöher Allee 21 (VHS-Gebäude), Wilhelmshöher Allee 19 (Hermann-Schafft-Haus) und die Franz-Rosenzweig-Anlage von der Stadt erwerben. „Vertragspartner mit der Stadt ist nicht der Landkreis direkt, da wir im Rahmen des ÖPP-Projektes für die Modernisierung des Kreishauses unsere Liegenschaften zwischen Humboldtstraße und Wilhelmshöher Allee an die GmbH veräußert und zurückgemietet haben“, erläuterte Landrat Dr. Udo Schlitzberger die komplexe rechtliche Situation. Die gemeinsame Volkshochschule von Stadt und Kreis werde für das VHS-Gebäude und das Hermann-Schafft-Haus somit Mieter der Projektentwicklungsgesellschaft. An der Gesellschaft sind zu 94 Prozent die OFB Projektentwicklungs-GmbH, eine Tochter der Hessischen Landesbank, und zu sechs Prozent der Landkreis Kassel beteiligt.
Dr. Schlitzberger: „Dass der Ankauf der Liegenschaften noch 2006 erfolgen konnte, ist ein gutes Omen für den Start der gemeinsamen Volkshochschule zum 1. Januar 2007“. Auch Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel sieht im Eigentumsübergang ein positives Signal für die Zusammenarbeit von Stadt und Kreis.
„Die Stadt hat bereits bei der Modernisierung des Kreishauses Grundstücke zur Arrondierung des zentralen Verwaltungsstandorts des Kreises an die Projektentwicklungs-GmbH verkauft - der Verkauf der Volkshochschulgrundstücke ist ein weiteres Beispiel für die gute Kooperation von Stadt und Kreis“, so Dr. Barthel.
Die Zusammenfassung aller Liegenschaften unter einem Dach biete für beide Vertragspartner auch den Vorteil, dass Hausmeister- und Gartenpflegearbeiten einfacher und schneller erfolgen könnten. Bisher habe es unterschiedliche Zuständigkeiten für direkt angrenzenden Gebäude des Kreishauses und der Volkshochschule gegeben. Positive Auswirkungen habe der Verkauf der insgesamt 9.752 Quadratmeter städtischen Eigentums auch für den städtischen Haushalt. Dr. Barthel: „Der Verkaufserlös in Höhe von 3,3 Millionen Euro trägt zur weiteren Verbesserung der Haushaltssituation der Stadt bei“. Der Kaufpreis sei in fairen Verhandlungen mit der Stadt erzielt worden, ergänzte Dr. Schlitzberger. Dabei sei insbesondere berücksichtigt worden, dass das VHS-Gebäude von der Stadt saniert wurde.
Die Projektentwicklungs-GmbH & Co. Landratsamt KG verwaltet nach dem Ankauf der städtischen Liegenschaften 16.951 Quadratmeter am Standort Wilhelmshöher Allee/Humboldtstraße. Die Baumaßnahmen für die Modernisierung des Kreishauses sind bereits weit vorangeschritten. Zur Zeit laufen die Bauarbeiten für den neuen Querbau parallel zur Humboldtstraße, in dem auch das geplante gemeinsame Gesundheitsamt von Stadt und Kreis untergebracht werden soll.
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