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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 28.12.2006
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Iserlohner Musikschüler genossen Mozarts "Zauberflöte" "Der Vogelfänger bin ich ja" - wer könnte nicht dieses Liedchen von Papageno mitsummen, dem Lieblingshelden aller Kinder, die die "Zauberflöte" kennen. Das musikalische Märchen, das als Mozarts Oper noch heute weltweit zu den meistgespielten Opern gehört, eignet sich wie kaum eine andere für die erste Begegnung eines jungen Menschen mit der Oper. Die Gelegenheit dazu hatten kürzlich 111 Schüler der Musikschule Iserlohn mit Geschwistern und Eltern, als sie vor Weihnachten in drei Reisebussen nach Hagen ins Opernhaus fuhren. Die meisten der Schüler spielen im Orchester der Musikschule und wirkten auch beim Abschlusskonzert der diesjährigen "Internationalen Herbsttage für Musik" unter der Leitung von Hagens Generalmusikdirektor Antony Hermus mit. Dieser war so begeistert vom Musikschulorchester, dass er Musikschulleiter Paul Breidenstein spontan anbot, ein Sonderarrangement für diesen Opernbesuch zu ermöglichen. Und so lernte das Orchester zunächst in zwei Proben viele Musikstücke aus der "Zauberflöte" in einer einfachen Bearbeitung kennen, zu der Orchesterleiter Paul Breidenstein die Handlung erzählte und mehrere Gesangsrollen gleich mit übernahm. Entsprechend gespannt waren die Schüler auf die "echte" Oper. Und schon bei der Führung durchs Stadttheater in vier Gruppen sahen sie viele Einzelheiten, zum Beispiel im Malersaal, wo die großen "Prospekte" mit langen Bürsten im Stehen gemalt werden, und in der Schreinerei, wo die Bühnenaufbauten nach Anweisungen des Bühnenbildners entstehen. Im Kostümfundus mit mehreren Hunderttausend Kostümen, die dort wie in einer Bibliothek katalogisiert und aufgehängt sind, fanden sich zahlreiche prächtige Gewänder, die aus der "Zauberflöte" stammen könnten. Die Theaterplastiker gestalten mit Styropor und anderen Materialien zahlreiche Ornamente, große Tiere oder auch ein Hexenhaus. Beim Gang über die Bühne fiel das “Kleid” der "Königin der Nacht" auf: ein Holzgestell auf Rädern, mit rotem Samt bespannt und von Tausenden Glühbirnchen wie von einem Sternenmeer überzogen. Die Sängerin steigt durch ein Türchen in das Kostüm ein und rollt über die Bühne! Nach kurzer Erfrischung begann dann die eigentliche Opernaufführung. Obwohl meistens gesungen und nur wenig gesprochen wurde, war die Handlung dank der lebendigen Darstellung von Papageno und Papagena, Tamino und Pamina, Sarastro und Königin der Nacht gut zu verstehen. Und dass am Ende Tamino und Pamina glücklich vereint sind und das Reich des Lichtes die Finsternis besiegt, daran hatten auch die "drei Knaben" ihren Anteil, gesungen von Jungen (die noch nicht im Stimmbruch sein dürfen) aus Dortmund. Wer im Iserlohner Musikschul-Orchester schon mal ein Solo gespielt hatte, konnte mitfühlen, wie sich die drei vor ihrem Auftritt gefühlt haben mochten, den sie dann so glänzend absolvierten. Alle waren beeindruckt und genossen ihren (teilweise) ersten Opernabend in vollen Zügen. Sogar die zehn jüngsten Schüler der "Musikalischen Grundausbildung" der Musikschule, die mit ihrer Lehrerin das Märchen von der Zauberflöte schon kennen gelernt hatten, schwärmten: "Das beste war der Papageno!". Die Musikschule bedankte sich bei Antony Hermus und seinen Mitarbeitern für die Einladung und die interessanten Führungen und beim Freundeskreis der Musikschule, der den größten Teil der Buskosten übernahm. |
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