15. Januar 2007. Die Entgelte der Stadtbibliothek Kassel - des mit über 350.000 Besuchern im Jahr 2006 am meisten genutzten städtischen Kulturangebots - sollen - vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung - erstmals seit 13 Jahren angehoben werden: Vorgesehen ist eine Steigerung der Jahresgebühr von zehn auf 15 Euro, beziehungsweise ermäßigt von fünf auf 7,50 Euro. Unverändert brauchen hingegen Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre auch künftig keine Jahresgebühr zu entrichten, sondern zahlen lediglich wie bisher eine einmalige Anmeldegebühr von 2,50 Euro.
Der Magistrat hat für die neue Entgeltordnung jetzt grünes Licht gegeben, teilte Bürgermeister Thomas-Erik Junge am Montag im städtischen Pressedienst mit. Die neuen Tarife der Stadtbibliothek erreichen in etwa den Durchschnitt der öffentlichen Bibliotheken in deutschen Städten vergleichbarer Größenordnung (siehe Anhang).
Als Gegenleistung für die höheren Entgelte finde allerdings auch eine interessante Angebotserweiterung statt. Denn zur Stadtbibliothek kämen nun auch die rund 330 hochwertigen Kunstwerke der Artothek hinzu. Alle Inhaber einer Jahreskarte der Stadtbibliothek seien künftig auch zur Ausleihe der Artothek-Exponate berechtigt, führte Junge weiter aus.
Der Impuls für eine Gebührenerhöhung kam aus der Stadtbibliothek selbst. Grund: In den vergangenen Jahren war die Bibliothek, was den Erwerb von Medien und die Mittel für Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit anging, nur eingeschränkt handlungsfähig. Die Gesamtzahl der Medien ging seit 1995 um 90.000 Stück zurück und beträgt zurzeit rund 220.000. Gewichtiger noch als die Gesamtzahl ist jedoch die Notwendigkeit, das Angebot qualitativ auf der Höhe und auf neuestem Stand vorzuhalten. „Nur so kann die Bibliothek ihren Kultur- und Bildungsauftrag für alle weiterhin erfüllen - eine ungemein wichtige Aufgabe!“, erklärte der Bürgermeister. Die zu erwartenden Mehreinnahmen aus der Gebührenerhöhung fließen vor diesem Hintergrund zur Hälfte in die Konsolidierung des städtischen Haushalts, zur anderen Hälfte aber auch in den Medienerwerb sowie in die Veranstaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtbibliothek Kassel.
In den vergangenen Monaten hat es auf dem Weg zu einer Service- und Angebotserweiterung bereits eine Reihe von Schritten gegeben. So hat die Stadtbibliothek als erste städtische Institution Öffnungszeiten an Samstagen (10 bis 13 Uhr) eingeführt. Darüber hinaus werden seit Juni 2006 Spielfilme auf DVD vertrieben.
Die bisher dem documenta-Archiv zugeordnete Artothek eröffnet nach über einem Jahr der Schließung unter dem Dach der Stadtbibliothek demnächst neu. Dann können ihre rund 330 hochwertigen Kunstwerke - Originale unter anderem von documenta-Künstlern und ausgezeichneten Preisträgern der Dr. Wolfgang-Zippel-Stiftung - wieder von den Bürgerinnen und Bürgern entliehen werden. Auch für die Artothek wurde eine neue Entgeltordnung beschlossen. Die Ausleihe pro Exponat für zwei Monate beträgt zehn Euro.
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de
Pressesprecher Ingo Happel-Emrich
Kassel und die Region im Internet: www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle der documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie auch Mitteilungen weiterer Pressestellen abonnieren, Ihr Interessenprofil verwalten oder sich ganz aus dem Verteiler löschen.