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Magdeburg, 18. Januar 2007
Grabensystem in Pechau fertig gestellt
Hochwasserschutz in Ostelbien wird ausgebaut

Magdeburg.

Der Aus- und Neubau eines Grabensystems in und um Pechau ist am 22. Dezember 2006 beendet worden. Die Arbeiten sind Teil der Hochwasservor- und -nachsorge im ostelbischen Stadtgebiet.

 

Mit dem Aus- und Neubau von ca. 2100 Meter Gräben sowie dem Rückbau von Verlandungen und der Ertüchtigung von Durchlässen ist im Bereich Pechau ein durchgängiges Grabensystem vom Karpfenteich bis zum Zipkeleber Gutsteich geschaffen worden. „Dadurch wird nach einem Hochwasser die Ableitung des Wassers aus dem Polder besser ermöglicht“, nennt Holger Platz den Grund der Baumaßnahmen. „Das im Herbst vergangenen Jahres mit dem ersten Spatenstich gestartete Bauvorhaben ist Teil der Maßnahmen zur Hochwassernachsorge, die wir aus der Hochwasserstudie für den ostelbischen Raum aus dem Jahre 2004 abgeleitet haben.“

 

Mit dem Bau eines Siels am Zipkeleber Gutsteich werden die Maßnahmen zur Hochwasser-Nachsorge in Pechau in diesem Jahr fortgesetzt. Das Siel ermöglicht es, nach einem Hochwasser das Drängwasser aus dem Polder abzuleiten und dadurch langanhaltende großflächige Vernässungen zu verhindern. 

 

Beim Elbehochwasser im August 2002 und vor allem im Januar 2003 war es in Ostelbien - bedingt durch erhöhte Grundwasserstände infolge des Hochwassers und starke Niederschläge - zu extremen, mehrere Monate andauernden Vernässungen gekommen, die zur Beschädigung von Gebäuden und Infrastruktur geführt hatten.

 

„Da wir eine Vernässung gefährdeter Gebiete durch hohe Grundwasserstände infolge der Öffnung des Pretziener Wehres und/oder  extreme Niederschläge auch künftig nicht verhindern können, wollen wir den Abfluss des Wassers aus dem Polder beschleunigen und so die Gefährdung für Gebäude und Anlagen reduzieren,“ erläutert Holger Platz die Strategie der Stadt. „Durch die jetzt abgeschlossenen Maßnahmen wird die hydraulische Gesamtsituation des Polders erheblich entspannt.“

 

Die Kosten für diese erste Einzelmaßnahme des Gewässeraus- und -neubaus betrugen rund 0,75 Mio. Euro und werden durch die Landeshauptstadt finanziert. Insgesamt sind für den Ausbau des Hochwasserschutzes in Magdeburg Investitionen von ca. 10 Mio. Euro vorgesehen. 

 

Der Grabenausbau in Pechau erfolgte in zwei Bauabschnitten. Zum einen wurden ca. 520 Meter Entwässerungsgräben in Pechau an der Hauptstraße zwischen „Breite Straße“ und „Am Kanal“ bis zum Pechauer See neu- und ausgebaut. Damit wird gleichzeitig die Voraussetzung für den Straßenausbau in Pechau gelegt, der in diesem Jahr erfolgen soll. Der zweite Bauabschnitt lag am Ortsrand und stellt den hydraulischen Verbund der Gewässer um Pechau-Zipkeleben wieder her. Hier ist durch den Gewässeraus- und -neubau  von  1550 Metern ein hydraulischer Verbund zwischen Karpfenteich und Zipkeleber Gutsteich entstanden.

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Stadt Magdeburg
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