Handball-WM: Island schafft Sensation und holt sich Gruppensieg
OB Dr. Lutz Trümper: Magdeburg war hervorragender Gastgeber
Mit einem sensationellen 32:24 (18:8) über Europameister Frankreich ist Island in die Hauptrunde der Handball-Weltmeisterschaft eingezogen. Im letzten Vorrundenspiel der Gruppe B in der Magdeburger Bördelandhalle zeigten die Isländer gegen die Franzosen eine eindrucksvolle Leistung und holten sich den Gruppensieg sowie zwei wertvolle Punkte für die Hauptrunde. Erfolgreichste Torschützen waren Olafur Stefansson für Island mit sechs Toren sowie Michael Guigou für Frankreich mit fünf Toren. Neben Island hat sich auch Europameister Frankreich als Gruppenzweiter für die Hauptrunde der Handball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Die Ukraine sowie Australien spielen um den Presidents-Cup.
Das mit viel Spannung erwartete Spiel begann furios: Nach sieben Minuten führte Island bereits mit 5:0. Selbst in zweifacher Unterzahl traf die Mannschaft um Kapitän Olafur Stefansson in das gegnerische Netz. Über die Stationen 11:4 und 15:6 bauten die Isländer vor 7.500 begeisterten Zuschauern ihren Vorsprung nach und nach aus. Mit einem 18:8 ging es zur Halbzeit in die Kabinen.
Auch in der zweiten Hälfte fanden die Franzosen kein Mittel gegen die starken und cleveren Isländer. Zwar konnte das Team von Trainer Claude Onesta den Rückstand zwischenzeitlich auf sieben Tore verkürzen (14:21/36. Minute). Island war aber gegenüber dem Vortag nicht wiederzuerkennen und zeigte hervorragenden Handball. Einen großen Anteil daran hatte auch der frühere SCM-Spieler Olafur Stefansson, der heute zu den besten Spielern auf dem Feld zählte. Dagegen wird der Noch-Magdeburger Joel Abati die Begegnung in schlechter Erinnerung behalten: Nach einem Foul erhielt er von den dänischen Schiedsrichtern Olesen/Pedersen in der 39. Minute die Rote Karte und konnte das Spiel nur noch von der Bank beobachten.
Insgesamt 22.200 begeisterte Zuschauer erlebten in der Magdeburger Bördelandhalle drei Tage Handballkost vom Feinsten. Auch Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper war von den WM-Spielen in der Bördelandhalle begeistert: „Magdeburg hat sich als hervorragender Gastgeber für die Handball-WM-Spiele der Gruppe B präsentiert. Als Ausrichter hat die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts erneut eindrucksvoll untermauert, dass sie die Handballhochburg des Ostens ist. Die Organisation war perfekt, die Stimmung in der Bördelandhalle einmalig. Die fairen Zuschauer sahen nicht nur viele sehenswerte Spielzüge und schöne Tore, sondern schlossen alle vier Mannschaften in ihre Herzen. Ich gratuliere den Teams aus Frankreich und Island zum Einzug in die Hauptrunde und wünsche ihnen ein weiterhin erfolgreiches Turnier. Den Mannschaften der Ukraine und Australiens drücke ich bei den Spielen um den Presidents-Cup fest die Daumen."
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