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documenta-Stadt Kassel

Als "Autobahnkönig" dank AFK nicht mehr arbeitslos

25. Januar 2007. Immer wieder unkonventionelle Wege geht die Arbeitsförderung Kassel-Stadt (AFK), wenn es gilt, langzeitarbeitslose Menschen in Beschäftigung zu bringen, erklärte Kassels Sozialdezernent, Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel, im städtischen Pressedienst. Im Rahmen eines Projekts „Autobahnkönige“ vermittele die AFK seit neuestem langzeitarbeitslose Männer und Frauen in eine Beschäftigung als LKW-Fahrer. Anstoß für das Projekt, so AFK-Geschäftsführer Detlev Ruchhöft, habe eine Untersuchung gegeben, wonach die Nachfrage von nordhessischen Speditionen nach Berufskraftfahrern in den vergangenen Jahren zugenommen habe. Der Grund dafür sei, dass sich die Region immer mehr zur logistischen Drehscheibe in der Bundesrepublik entwickelt habe, so Dr. Barthel. Mindestens 60 langzeitarbeitslose Menschen hätten pro Jahr die Chance, als Lastwagenfahrer eine Beschäftigung in der Region zu finden.

„Allerdings gibt es zurzeit so gut wie keine vermittlungsfähigen Kraftfahrer mit der Fahrerlaubnis Klasse C/CE,“ erklärte Ruchhöft. Aus diesem Grund sei die AFK dazu übergegangen arbeitslosen Menschen beim Erwerb des notwendigen Führerscheins zu unterstützen. Mit der Bereitschaft, den Führerschein zu machen, hätten bisher 60 Personen die Einstellungszusage eines Speditionsunternehmens in der Tasche. Sie könnten also, wenn sie die Führerscheinprüfung bestanden hätten, bei diesen als Kraftfahrer arbeiten.

Bis jetzt hätten bereits 26 Menschen mit der Förderung der AFK den Führerschein erworben und fast alle ihre Chance genutzt. Sie stünden heute als Berufskraftfahrer mitten im Arbeitsleben, so der AFK-Geschäftsführer.

Das Erfolgsgeheimnis des Projekts liegt nach Auffassung von Burkhard Walter, Leiter des Arbeitgeberservices der AFK, in der Mischung der Förderinstrumente. Der AFK-Arbeitgeberservice werbe bei den Speditionen für dieses Projekt, so dass mehr und mehr Arbeitgeber bereit seien, Einstellungszusagen für die Kandidaten zu geben, die ein Auswahlverfahren innerhalb der AFK durchliefen. Dabei werde gecheckt, inwieweit die Bewerber geeignet seien und ob bei ihnen auch die entsprechende Motivation vorhanden sei.

Interessierte Unternehmen, aber auch Menschen, die im Rahmen des Projektes vermittelt werden möchten, können sich an den Arbeitgeberservice der AFK, Bereich Logistik, Sophia Lasslop (05 61) 28 85 405 und Susanne Möller-Schwardmann (05 61) 28 85 412 wenden.



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