25. Januar 2007. „Hessen im Rheinbund - Die napoleonischen Jahre 1806 bis1813“ ist der Titel einer Wanderausstellung der Hessischen Staatsarchive, die am Sonntag, 28. Januar, um 11.30 Uhr, im Kasseler Stadtmuseum, Ständeplatz 16, von Bürgermeister Thomas-Erik Junge eröffnet wird. Nach der Begrüßung durch den Kulturdezernenten sprechen Dr. Cornelia Dörr, die neue Leiterin des Stadtmuseums, sowie Dr. Katharina Schaal vom Archiv der Philipps-Universität Marburg, die den Einführungsvortrag hält.
Vor 200 Jahren blühte Kassel auf: die Stadt war Hauptstadt des Königreichs Westphalen. Darin waren von 1806 bis 1813 weite Teile des heutigen Bundeslandes Hessen in unterschiedlicher Weise in das Herrschaftssystem des französischen Kaisers Napoleon eingebunden. Zum einen gelang es der napoleonischen Machtpolitik, insgesamt 20 deutsche Staaten im Rheinbund, Basis des Königreichs, zu vereinen und unter den direkten Einfluss Frankreichs zu bringen. Zum anderen wurden in diesem Staatenbündnis die Voraussetzungen für den Aufbau eines modernen Staatswesens geschaffen: Emanzipation der benachteiligten Stände, Vereinheitlichung des Rechtswesens, Schaffung einer von alten Fesseln befreiten bürgerlichen Öffentlichkeit und Einbindung der Monarchien in konstitutionelle Formen. Die Schlüsselfunktion des Rheinbundes in dieser äußerst bewegten Zeit ist das zentrale Thema der Wanderausstellung, die von den Hessischen Staatsarchiven Darmstadt, Wiesbaden und Marburg erarbeitet wurde.
Die Sonderausstellung kann bis zum 25. Februar zu den normalen Öffnungszeiten des Stadtmuseum besichtigt werden: Dienstag, Donnerstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, Mittwoch 10 bis 20 Uhr, am 14. Februar, zweiter Mittwoch im Monat, 10 bis 22 Uhr. Kostenlose öffentliche Führung, Mittwoch, 7. Februar, 18 Uhr. Lediglich der reguläre Eintritt von 1,50 Euro ist zu entrichten.
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