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documenta-Stadt Kassel

Nordstadt ist neuer Standort im Bundesmodellprogramm „Wir kümmern uns selbst“

02. Februar 2007. Als sechster Standort wurde vor kurzem die Stadt Kassel in das Bundesmodellprogramm „Wir kümmern uns selbst“ aufgenommen. Das hat Kinder- und Jugenddezernentin Anne Janz jetzt mitgeteilt. Inhalt des vom Bundesfamilienministerium geförderten Programms sind Konflikte im öffentlichen Raum, in die Kinder oder Jugendliche involviert sind: Streit untereinander, aber auch Probleme mit Anwohnerinnen und Anwohnern können sich festfahren oder eskalieren, wenn keine Lösungsansätze gefunden werden. Hier setzt das Programm an: Bei der Bearbeitung konkreter Konfliktsituationen sollen Ursachen aufgedeckt und mit den Beteiligten zusammen Lösungsstrategien erarbeitet werden.

Stadträtin Anne Janz erklärte dazu: „Die Unterstützung von Selbstheilungskräften im Stadtteil ist ein sinnvoller Ansatz. Nicht alle Konflikte können über professionelle Strukturen gelöst werden. Wenn das Programm einen Beitrag dazu leistet, den Dialog mit Kindern und Jugendlichen zu fördern und gegenseitiges Verständnis zu wecken, ist gerade in einem belasteten Stadtteil wie der Nordstadt ein großer Schritt getan“.

Um die Aufnahme ins Programm beworben hatte sich die kommunale Kinder- und Jugendförderung in Kooperation mit der AG Kinder und Jugend Nordstadt, von hier aus wird durch die Cliquenbetreuerin Cordula Klinzing und den Koordinator Thomas Reuting vorerst die Steuerung des Programms übernommen.

Bei einem Auftaktworkshop im März 2007 werden sich Akteure aus dem Sozialraum zunächst auf einen Konflikt einigen, den sie in Zukunft bearbeiten werden. Unterstützt werden sie durch eine Qualifizierung im Bereich Deeskalation und Mediation, bei einer besseren Vernetzung und bei der Entwicklung weiterer Schritte der Konfliktbearbeitung. Im weiteren Verlauf des Programms werden neben der lokalen Arbeit außerdem mit anderen Standorten des Bundesmodellprogramms Erfahrungen und Lösungsstrategien ausgetauscht.

Die Gesamtkoordination des Programms übernimmt das Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung (ies) in Hannover, eine wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch das Deutsches Jugendinstitut (dji) in München.

Nähere Informationen gibt es im Jugendamt der Stadt Kassel, bei Cordula Klinzing, Telefon 05 61-86 19 04 97, oder Thomas Reuting, Telefon 05 61-8 61 68 62. Im Internet finden sich Informationen unter www.wir-kümmern-uns-selbst.de



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