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Leers Job-Vermittler sind spitze


Langzeit-Arbeitslose: Zentrum für Arbeit des Landkreises bundesweit die drittbeste Behörde
05. Februar 2007

Die Job-Vermittler für Langzeit-Arbeitslose in Leer sind spitze. Das bescheinigt die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit dem Landkreis jetzt schwarz auf weiß. Sie veröffentlichte die Leistungen der Behörden, die für Hartz-IV-Empfänger zuständig sind. Dabei schneidet der Landkreis Leer mit seinem Zentrum für Arbeit hervorragend ab: Er liegt unter den 439 Städten und Kreisen bundesweit an dritter Stelle – knapp hinter dem Alb-Donau-Kreis und Biberach in Baden-Württemberg.

In ihrer Vergleichsgruppe behaupten die Leeraner mit deutlichem Abstand sogar Platz 1. Das ist ihr Lohn für dieses überragende Ergebnis: Sie verringerten im vorigen Jahr die Zahl der Langzeit-Arbeitslosen um rund 3000 (35,9 Prozent). Der Nächstplatzierte in derselben Vergleichsgruppe ist der Landkreis Emsland, der bundesweit an 16. Stelle mit 2274 vermittelten Langzeit-Arbeitslosen (26,8 Prozent) rangiert. Aurich landet auf Platz 397 mit 354 vermittelten Kunden (5,4 Prozent). Aurich hat sich für eine so genannte Arge entschieden, in der Landkreis und Arbeitsagentur zusammenarbeiten.

Seit der Arbeitsmarktreform der Bundesregierung vor gut zwei Jahren betreut und vermittelt der Landkreis Leer mit seinem neu gegründeten Zentrum für Arbeit die Langzeit-Arbeitslosen selbst. Vorher war dafür die Agentur für Arbeit (Arbeitsamt) zuständig.

Landrat Bernhard Bramlage sieht sich durch die Erfolgs-Bilanz bestätigt. Schließlich habe der Landkreis viel Mut bewiesen, als er mit der Vermittlung von Langzeit-Arbeitslosen vor gut zwei Jahren Neuland betreten habe. Das Team um Zentrums-Leiter Andreas Epple habe ruck, zuck die Behörde aufgebaut und sich sofort an die eigentliche Arbeit gemacht: Langzeit-Arbeitslose individuell zu betreuen. Die Mitarbeiter des Zentrums kümmern sich intensiv um jeden Kunden und sorgen dafür, dass jeder maßgeschneidert für eine Arbeit gefördert und qualifiziert wird.

Landrat Bramlage ist davon überzeugt, dass Langzeit-Arbeitslosen am wirkungsvollsten an Ort und Stelle durch intensive und individuelle Beratung geholfen werden kann. Das renommierte Wochen-Magazin „Die Zeit“ stützt diese These. Es schreibt in seiner jüngsten Ausgabe: „Die Hilfe für Langzeit-Arbeitslose, der schwierigste Teil der Arbeitsmarktpolitik, liegt heute mindestens ebenso sehr in den Händen von Bürgermeistern und Landräten wie in denen von Angela Merkel.“ Die unterschiedlichen Ergebnisse in den einzelnen Städten und Kreisen Deutschlands belegen es.

Die Bundesagentur veröffentlichte die Daten, um die Leistungen der Hartz-IV-Behörden durchschaubar und vergleichbar zu machen. Kommunalpolitiker und Behördenleiter sollen sich ein eigenes Bild machen, was bei ihnen geleistet wird. Jede Region wurde einer von zwölf Vergleichsgruppen zugeordnet. Damit entkräftet die Bundesagentur den Einwand, dass die jeweiligen Erfolge vor allem vom örtlichen Arbeitsmarkt abhängen. Bis Ende nächsten Jahres soll geprüft werden, welches der Betreuungsmodelle für Langzeit-Arbeitslose das beste ist. Landrat Bramlage sieht der Entscheidung gelassen entgegen: „Unser Zentrum für Arbeit braucht sich nicht zu verstecken. Wir gehen unseren erfolgreichen Weg konsequent weiter.“

Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle, Dieter Backer

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