09. Februar 2007. „Ein faszinierendes Labyrinth von mehreren Kilometern Länge und gleichzeitig ein einzigartiges Stück erlebbare Stadtgeschichte“ - nicht nur Bürgermeister Thomas-Erik Junge zeigte sich beim Gang durch die Stollenanlage Weinberg begeistert.
Um dem regen Interesse der Bevölkerung nachzukommen, so teilte der Brandschutzdezernent beim Ortstermin mit, biete der Feuerwehrverein Kassel e.V. ab März immer montags ab 16 Uhr fachkundige Führungen in Kassels unterirdischen Bunkeranlagen an.
Die Führungen finden nach vorheriger Anmeldung in Gruppen von 20 bis maximal 30 Personen statt. Jeden ersten und dritten Montag im Monat kann die Stollenanlage Weinberg, jeden zweiten und vierten Montag der Schutzraum unter dem Hauptbahnhofsvorplatz besichtigt werden. In Ausnahmefällen sind nach besonderer Vereinbarung für Gruppen auch andere Termine, jedoch nicht am Wochenende, möglich.
Die Besichtigung der Stollenanlage Weinberg dauert ungefähr zwei Stunden, die des Hauptbahnhofbunkers etwa 1,5 Stunden. Der Unkostenbeitrag pro Person beträgt fünf Euro.
Personen, die an einer Besichtigung teilnehmen, sollten mindestens zehn Jahre alt sein, sie sollten mit engen, dunklen und niedrigen Räumen umgehen können, kreislaufstabil und gut zu Fuß sein.
Wer Interesse an einer Führung hat, sollte sich entweder telefonisch, Nummer 05 61/78 84-1 03 oder 78 84-1 04, oder über den Internetauftritt bei der Feuerwehr Kassel melden: http://www.feuerwehr-kassel.eu
Allerdings müssen sich Interessierte in Geduld üben. Da mit großem Andrang zu rechnen ist, halten die Organisatoren Wartezeiten von sechs bis acht Wochen durchaus für realistisch.
Doch die Wartezeit lohnt sich. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine durch die Feuerwehr und den Feuerwehrverein interessant und fachkundig geleitete Führung durch ein einzigartiges Gewirr unterirdischer Gänge. Ein faszinierendes Stück erlebbarer Stadtgeschichte.
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