Einzelhandelsgutachten zeigt: Kaufkraftabflüsse gebremst
22.02.2007 | Herten
Arbeitsgemeinschaft will Außendarstellung verbessern
Die Handelzentralität von Herten hat sich in den Jahren zwischen 1999 und 2006 von 77 auf 88 verbessert. Das berichtete Michael Karutz vom Beratungsunternehmen CIMA GmbH anhand des jüngsten Einzelhandelsgutachtens auf einer gemeinsamen Veranstaltung der Gemeinschaft „Lebendiges Herten“ und der städtischen Wirtschaftsförderung. Übersetzt heißt das: Kaufkraftabflüsse in die Nachbarstädte sind kleiner geworden. Hierbei habe die Innenstadt eine besondere Dynamik entwickelt, was unter anderem auf die Magnetfunktion der „Rathaus Galerien“ zurück zu führen sei. Gleichzeitig würden verstärkt leistungsfähige Fach-Einzelhändler auch durch auswärtige Kunden angesteuert.
Ausbaufähig sei nach Worten eines Einzelhändlers die Identifikation der Bevölkerung mit der Innenstadt: „Die Hertener Mitte muss Innenstadt aller Hertenerinnen und Hertener werden.“ Michael Karutz lobte in diesem Zusammenhang die Aktivitäten der Stadtwerke. Der Slogan „Hier sind wir zu Hause“ mit der praktizierten Servicenähe sei genial. Auch der Handel könne dazu beitragen, der Bevölkerung eine Heimat zu bieten. Dafür müsse allerdings das Profil weiter geschärft werden.
Auf Bitte des Vorstandsmitgliedes vom Verein „Lebendiges Herten“, Adrian Gülden, sagte Stadtbaurat Lindner zu, eine Arbeitsgemeinschaft zwischen Kaufleuten und der Wirtschaftsförderung zu bilden. Die soll jene Schieflagen aufarbeiten und ausmerzen, die im Bereich der Außendarstellung noch gegenwärtig sind. Der CIMA-Referent ermunterte seine Zuhörer, selbstbewusst aufzutreten: „Ihre Innenstadt ist gegenüber vergleichbaren Gemeinden weitestgehend in Ordnung.“ Adrian Gülden bestätigte aus seiner Erfahrung als Hotelier: „Auswärtige Gäste finden unsere Stadt meist schnuckeliger als die eigene Bevölkerung.“
Pressekontakt: Michael Polubinski, Telefon: 02366 / 303 562, eMail: m.polubinski@herten.de



