23. Februar 2007. „Die Expansion der documenta-Kritik. Eine Ausstellung im Spiegel der Presse“ ist Titel einer Publikation des Kasseler Journalisten Dirk Schwarze, die er jetzt Oberbürgermeister Bertram Hilgen überreicht hat. Der Band setzt sich mit den in einem Zeitraum von mehr als fünfzig Jahren publizierten Kritiken zur Kunstausstellung auseinander, indem er deren Formen und Inhalte analysiert.
Bei seinen Recherchen konnte Autor Dirk Schwarze auf den umfangreichen Bestand des documenta-Archivs der Stadt Kassel zugreifen, das Pressekritiken zur documenta von den Anfängen in 1955 bis zur Gegenwart gesammelt hat. Inzwischen ist der Bestand auf rund 100.000 archivierte Artikel gewachsen.
Durch die so dokumentierten Jahrzehnte verfolgt Dirk Schwarze die Ansätze der Kunstkritiker aus den 50er Jahren bis hin zur documenta 11. Er zeigt dabei auf, wie sich von der zunächst enthusiastisch gefeierten ersten documenta 1955, über die politisch akzentuierten Kritiken der sechziger und folgenden Jahrzehnte bis zu den eher kunsttheoretisch angelegten Betrachtungen in den 90er Jahren die Wahrnehmung des Kunstereignisses gewandelt hat. Dabei geht der Autor auch der Tendenz der Kunstkritik nach, die Beschäftigung mit den künstlerischen Leitern zunehmend in den Mittelpunkt journalistischen Interesses zu rücken.
Zahlreiche Zitate aus Artikeln, darunter feinsinnige Betrachtungen und auch vernichtende Kritik, machen die Lektüre der Publikation abwechslungsreich und spannend.
„Die Expansion der documenta-Kritik. Eine Ausstellung im Spiegel der Presse“ ist als Band 16 der Reihe „Schriften zur Kunstkritik“, herausgegeben von Walter Vitt, im Dezember 2006 erschienen. „Schriften zur Kunstkritik“ ist eine Edition des Internationalen Kunstkritikerverbandes, deutsche Sektion, Köln, im Verlag Steinmeier, Nördlingen.
Der Band kostet 9,10 Euro. Bestellungen an info@aica.de.
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