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documenta-Stadt Kassel

Vier Masernfälle in Kassel

23. Februar 2007. In den vergangenen Tagen sind dem Gesundheitsamt der Stadt Kassel vier Fälle von Masern bei Kindern und Jugendlichen gemeldet worden. Drei Schulen seien davon betroffen, teilte am Freitag Dr. Markus Schimmelpfennig, stellvertretender Leiter des Stadtgesundheitsamtes, mit.

Masern seien alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit, vielmehr komme es in 1:2000 Fällen zur Ausbildung einer masernbedingten Gehirnentzündung, die tödlich sein oder in geistiger Behinderung enden könne. Der Gesundheitsamts-Vize empfahl deshalb allen Eltern zu überprüfen, ob für die Kinder Impfschutz bestehe. Falls dies nicht der Fall sein sollte – „Für einen vollständigen Impfschutz sind zwei Impfungen erforderlich.“ – sollte man sich impfen lassen. Für gesetzlich Krankenversicherte werde die Impfung von allen Kinderärzten und vielen Hausärzten kostenlos vorgenommen.

Vor einer Masernerkrankung sei man geschützt, wenn man früher schon einmal an Masern erkrankt gewesen sei. Wo Zweifel bestünden, so Dr. Schimmelpfennig, sollte man sich impfen lassen. Es sei nämlich unschädlich, wenn man trotz einer durchgemachten Masernerkrankung geimpft werde.

Wie erkennt man, ob man an Masern erkrankt sein kann? Dazu der Mediziner: Für die Masern seien ein grippe- oder bronchitisähnlicher Beginn verbunden mit Bindehautentzündung und Lichtscheu charakteristisch. „Beweisend sind kalkspritzerartige Flecken auf der Wangenschleimhaut in Höhe der Backenzähne. Der klassische Hautausschlag, der hinter den Ohren und im Gesicht beginnt und sich dann auf Körper und Gliedmaßen ausbreitet, tritt erst etwa am 14. Tag der Erkrankung auf.“ Rat und Auskunft erteilen alle Haus- und Kinderärzte und das Gesundheitsamt unter der Rufnummer 787-5380.



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