09. März 2007. Auch in der neuen Programmperiode 2007 bis 2013 wird die Europäische Regionalförderung (EFRE, Ziel-2-Programm) in Hessen und damit auch in Kassel fortgesetzt. Wie Stadtbaurat Norbert Witte im städtischen Pressedienst mitteilte, habe das Land der Europäischen Union ein sogenanntes operationelles Programm für den Einsatz der europäischen Fördermittel in Höhe von rund 264 Millionen Euro vorgelegt und dessen Grundstrukturen zuvor mit den kommunalen Körperschaften, also auch mit der Stadt Kassel, im sogenannten Ziel-2-Begleitausschuss abgestimmt.
„Die Stadt hat sich ihrerseits auf diese Förderperiode gut vorbereitet“, erläuterte Witte. Dazu habe sie ein städtisches Programm „Wachstum - Beschäftigung - Kohäsion“ erarbeitet und dies Staatsminister Dr. Alois Rhiel zugeleitet. „Die Ausarbeitung zeigt, dass Kassel seine Stadtentwicklung in eine Strategie für Wachstum, Beschäftigung und Innovation einbettet und sich als Wachstumspol für die gesamte Region sieht. Ihre Stadt ist damit sehr gut vorbereitet, um auch in der neuen europäischen Regionalförderperiode wieder in beträchtlichem Umfang an den vom Land Hessen zu verwaltenden europäischen Strukturfördermitteln zu partizipieren“, schrieb daraufhin der Minister an die Stadt.
Damit verfüge die Stadt Kassel über eine vorzügliche Programmbasis für die neue Förderperiode, für die die Stadt Vorhaben mit einem Kostenvolumen in Höhe von 142 Millionen Euro mit einer Förderung der Europäischen Union in Höhe von rund 62 Millionen Euro und komplementären Investitionen der Stadt in der Größenordnung von 29 Millionen Euro benannt habe. Ob dieser Rahmen auch tatsächlich durch Fördermittel ausgefüllt werden könne, sei aber derzeit fraglich, so Witte, da die Stadt damit einen großen Anteil der Hessen zur Verfügung stehenden Fördermitteln begehre. Konsequent sei, dass Staatsminister Dr. Rhiel Kassel aufgefordert habe, Schwerpunkte zu setzen und sich auf die Vorhaben zu konzentrieren, die sich am unmittelbarsten auf die Unternehmen und deren wirtschaftliche Entwicklung auswirkten.
Das Kasseler Programm beinhaltet eine Vielzahl von Vorhaben, die diese Zielsetzung erfüllen wie die Errichtung eines wirtschaftsnahen Wissensparks in enger Zusammenarbeit mit der Universität Kassel, die Profilierung der Industriepolitik durch die Standortentwicklung des Langen Feldes, die Fortsetzung des Programms Lokale Ökonomie (Urban 2000 bis 2006) und die Reaktivierung von Brachen zur gewerblichen Nutzung. Aber auch andere Programmbausteine aus den Feldern Entwicklung der Museumslandschaft und des Tourismus sowie der Sozialen Kohäsion sind in dem Kasseler Programmentwurf enthalten, da in der neuen Förderperiode die Programme Urban und Ziel-2 verschmolzen würden und in Kassel die erfolgreiche Projektentwicklung des Urban-Programms gezielt fortgesetzt werden solle.
„Für die Stadt kommt es nun darauf an, die mit ihrem Programm geschaffene Förderplattform weiter auszuarbeiten, die Projekte antragsreif zu machen, die finanziellen Voraussetzungen für die Durchführung zu schaffen und die Vorhaben erfolgreich zu realisieren“, meinte Stadtbaurat Witte abschließend.
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