Stadträte per Drahtesel auf Rundkurs
AG Radverkehr lud ein
Magdeburg.
Zum dritten Mal hatte die Arbeitsgruppe Radverkehr, zu der neben Mitarbeitern der Stadtverwaltung auch Polizei, ADAC und ADFC gehören, heute die Fraktionen des Stadtrates eingeladen: Auf einem Rad-Rundkurs durch die östlichen Stadtteile sollen die Volksvertreter heute die Qualität des städtischen Radwegenetzes sozusagen im Selbstversuch kennen lernen – mit allem Licht und Schatten. Zum Start der Tour stellt das Stadtplanungsamt zwei druckfrische Flyer aus der Serie „Magdeburg radelnd erobern“ vor.
Die Arbeitsgruppe „Radverkehr“ existiert seit November 1978. In den 80er Jahren war es üblich, nicht nur am „grünen Tisch“ über die Belange des Radverkehr zu entscheiden, sondern die Mitglieder legten im Radwegebau entweder selbst Hand an oder man besichtigte im Rahmen von Radtouren die Bauvorhaben vor Ort bzw. suchte abseits von Hauptstraßen attraktive Wegeverbindungen. In den 90er Jahren wurden diese Radtouren vom ADFC, der seit 1990 ständiges Mitglied der Arbeitsgruppe ist, als sogenannte „Radtouren mit dem Oberbürgermeister“ fortgeführt.
An diese Tradition knüpft die nunmehr dritte Radtour seit Beschluss zur Fortschreibung der Radverkehrskonzeption an. Eingeladen wurden Stadträte, Verbands- und Interessensvertreter sowie Ansprechpartner von Polizei und Verwaltung. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Radverkehr“ möchten den Teilnehmern gute Beispiele und gelungene Details der Radwegeplanung in Magdeburg erläutern. Dabei soll auch auf Verknüpfungspunkte im Radwegenetz im Zusammenhang mit aktuellen und geplanten Baumaßnahmen hingewiesen werden. Der Blick auf wichtige künftige Schwerpunkte der Radverkehrsplanung wie z.B. die noch ausstehende fahrradfreundliche Gestaltung des Umfeldes von Veranstaltungsstandorten sowie auf Hintergründe einzelner Projekte soll geschärft werden.
Die Tour startet am Alten Rathaus und führt in die östlichen Stadtteile der Landeshauptstadt. In einem vielgestaltigen Rundkurs über Brückfeld, Prester und Cracau gewährt der Rundkurs Einblicke in die Auenlandschaften am Umflutkanal und an der Elbe. Auf dem Rückweg geht es über den Elberadweg - der zum vierten Mal in Folge zum beliebtesten Radwanderweg Deutschlands gekürt worden ist - zum Stadtpark Rotehorn, dem Endpunkt der Tour.
Neue Radtour-Flyer
Auf der Basis des Amtlichen Fahrrad-Stadtplanes stellt das Stadtplanungsamt gemeinsam mit der AG Radverkehr in loser Folge verschiedene Radtouren durch Magdeburg und ins Umland als Flyer vor. Sie sollen Magdeburger und Besucher anregen, die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben. Nachdem die ersten beiden Flyer bereits im Herbst vergangenen Jahres herausgegeben wurden, stellte das Baudezernat heute zwei weitere Flyer vor: Entlang neuer und alter Pfade im Osten der Landeshauptstadt führt das Faltblatt Nr. 3 in die Natur und auch zu Orten der Frühgeschichte. Das Faltblatt Nr. 4 schlägt einen „sportlichen Streifzug“ in die Hügellandschaft südlich von Magdeburg vor. Die Route führt überwiegend entlang von Feldwegen und ruhigen Seitenstraßen durch die Frohser und Sohlener Berge, durch das idyllischen Sülzetal sowie durch die zum Teil noch sehr ursprünglichen Stadtteile Salbke, Westerhüsen, Sohlen und Beyendorf.
Das bereits 2006 erschienene Faltblatt 1 beschreibt einen erlebnisreichen Rundkurs auf beiden Seiten der Elbe vom Herrenkrug bis zur Gierfähre in Westerhüsen und – am anderen Elbufer – zurück. Route 2 führt auf die Spuren unserer Vorfahren von Prester durch die Kreuzhorst nach Randau-Calenberge und zurück über Pechau. Die Tour verknüpft Geschichtliches mit den landschaftlichen Schönheiten der Elbaue.
Mit den überschaubaren Längen und der Streckenführung abseits von Straßen eignen sich die Routen auch für Familien. Die Faltblätter 1, 3 und 4 stehen in den Bürgerbüros und bei der Tourist-Information Magdeburg zur Verfügung. Außerdem können die Faltblätter im Internet unter www.magdeburg-tourist.de unter dem Stichwort Freizeit/Radwandern abgerufen werden.
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