23. April 2007.
Seit August 2006 steht die Multimedia-Installation „documenta Mobil“ im documenta Archiv bereit. Der mehrfach prämierte „documenta-Tisch“ mit seinen stolzen 11 Metern Länge war im Rahmen der Bewerbung zur Kulturhauptstadt bundesweit auf Tour geschickt worden. Nicht nur für "documenta-Einsteiger" bietet der Tisch eine Vielzahl von Informationen, die quasi mit einer "schwebenden Hand" abgerufen werden können.
Auf der gesamten Länge zeigt die Installation Fakten zu Künstlern, Kunstwerken und den Konzeptionen der documenta 1-11, wobei die Projektion optisch durch zahlreiche Bilder und die Ausstellungsplakate der documenta-Ausstellungen bereichert wird.
Die Erfahrung der Archivmitarbeiter zeigt, dass der documenta-Tisch mit seinen vielfältigen Informationsmöglichkeiten von Besuchern jeden Alters gut angenommen wird. Dabei spielten, so Karin Stengel, Leiterin des documenta-Archivs, der interaktiv-spielerische Zugang, die übersichtliche Aufbereitung und die verständlichen Texte von Dirk Schwarze eine große Rolle.
Bis jetzt sei der „Multimedia-Tisch“ mehrheitlich von Gruppen genutzt worden. Meistens seien es Schülergruppen, die sich im Vorfeld der documenta 12 über die vorausgegangenen elf Ausstellungen und die moderne Kunst allgemein informieren wollen.
Neben den Schülern haben sich auch schon viele Studenten- und VHS-Gruppen die Installation angesehen. Dabei motiviert die Beschäftigung mit dem „documenta-Tisch“ die Besucher jeden Alters zu weiteren Nachfragen. Bei den Besuchen ist auch aus diesem Grund stets ein Mitarbeiter des Archivs zugegen, der den Interessierten zusätzliche Informationen geben kann.
Wegen der hochempfindlichen und wartungsintensiven Technik muss von einem Dauerbetrieb des „documenta-Tisches“ abgesehen werden. Er steht daher den Besuchern auch während der Öffnungszeiten nur nach Voranmeldung zur Verfügung. Dies ist nötig, weil es einige Zeit braucht, die Installation betriebsbereit zu machen und wieder „herunterzufahren“.
Allerdings kann man die Installation während der documenta 12 und darüber hinaus auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Voranmeldung besichtigen. In diesem Fall müssen die Besucher jedoch je nach Dauer der Benutzung eine besondere Gebühr für die Bereitstellung entrichten.
Das documenta Archiv hat dienstags, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr und donnerstags von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Am Wochenende und am Montag ist das Archiv geschlossen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetpäsenz des Archivs: www.documentaarchiv.de
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