Magdeburg und Saporoshje streben Städtepartnerschaft an
Magdeburg.
Seit einigen Jahren gibt es enge Kontakte zwischen der Stadt Magdeburg und der ukrainischen Region Saporoshje, insbesondere auf wirtschaftlichem Gebiet. Diese Kooperation wurde nun durch den Besuch einer offiziellen Delegation aus Saporoshje in der Landeshauptstadt Magdeburg vertieft. Heute unterzeichneten die Oberbürgermeister beider Städte eine gemeinsame Erklärung mit dem Ziel, sofern die jeweiligen Stadträte zustimmen, eine Städtepartnerschaft zu vereinbaren.
Derzeit weilt eine Delegation aus Saporoshje unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Jewgen Kartaschow in Magdeburg, die am vergangenen Montag auch ein Arbeitsgespräch mit Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper zur Vertiefung der weiteren Zusammenarbeit führte. „Dabei haben beide Seiten eingeschätzt, dass sich die Zusammenarbeit zwischen unseren Städten insbesondere auf wirtschaftlichem Gebiet erfolgreich entwickelt hat. Wir wollen die Partnerschaft beider Städte deshalb mit dem Abschluss eines offiziellen Vertrages besiegeln.“ Sofern die Stadträte beider Städte entsprechende Beschlüsse fassen, kann der Abschluss eines Vertrages zur Städtepartnerschaft durch eine Arbeitsgruppe vorbereitet werden.
Bereits im Juli 2005 hatten die Oberbürgermeister beider Städte die „Gemeinsame Erklärung der Oberbürgermeister der Stadt Saporoshje (Ukraine) und der Landeshauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt Magdeburg (Bundesrepublik Deutschland) zur Entwicklung der sozioökonomischen, wissenschaftlich-technischen und kulturellen Zusammenarbeit“ unterzeichnet. Die Landeshauptstadt Magdeburg und die Hauptstadt des Oblastes Saporoshje vereinbarten darin die Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Technik, Gesundheitswesen, Tourismus und Sport zum Vorteil beider Städte und Regionen.
Das Gebiet Saporoshje nimmt einen der führenden Plätze in der Wirtschaft der Ukraine ein. Das praktisch alle Industriezweige umfassende Gebiet ist ein Zentrum der Energiewirtschaft und des hochtechnologisierten Maschinenbaus.
Die Kontakte zwischen Magdeburg und Saporoshje haben sich seit 2004 insbesondere auf wirtschaftlichem und wissenschaftlichem Gebiet entwickelt. Die Hochschule Magdeburg-Stendal unterhält einen Kooperationsvertrag mit der Staatlichen Universität Saporoshje, auf dessen Grundlage unter anderem Forschungsvorhaben gefördert und der Austausch von Studierenden unterstützt werden.
2004 hat die Industrie- und Handelskammer Magdeburg gemeinsam mit der Nationalen Technischen Universität Saporoshje das Pilotprojekt „Center für Kooperation“ (CfK) gegründet. Ziel ist die Ausbildung von Fach- und Führungskräften für gemeinsame Projekte und die Entwicklung von wirtschaftlichen Kontakten.
Während eines Besuches von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Dr. Klaus Hieckmann, Präsident der Industrie- und Handelskammer Magdeburg im Dezember 2006 in Saporoshje wurde das Business Cooperation Office (kurz BCO) - ein Gemeinschaftsprojekt der IHK‘n Magdeburg und Saporoshje - feierlich eröffnet. Das Büro soll künftig Kontakte zwischen hiesigen und ukrainischen Unternehmen anbahnen, unterstützen und begleiten sowie konkrete Aufträge und Partnerschaften vermitteln und interessierten Firmen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
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