"Eine sinnvolle Gelegenheit, sich einzumischen, wir hoffen auf einen vollen Saal", schreibt die Leeraner Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung und meint die nächste "Zukunfstkonferenz" für das Fehngebiet. Sie findet am 10. Mai um 18 Uhr im "Forum" der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Wiesmoor für die Leader-Region Fehngebiet statt. Dort wollen die Städte und Gemeinden gemeinsam mit interessierten Menschen Ideen zur Entwicklung des Fehngebiets zusammentragen und diskutieren. Die Anregungen sind Grundlage für die Überarbeitung des Regionalen Entwicklungskonzepts. Damit bewirbt sie sich am Leader-Wettbewerb des Landes Niedersachsen um Fördermittel aus Brüssel für die Jahre 2007 bis 2013. Es geht dabei um Themen wie Tourismus, Demographischer Wandel, Landwirtschaft und Kulturlandschaft, Versorgung und Mobilität, Ehrenamt, Wirtschaft, Bildung und Arbeit.
Alle Akteure der Region aus Vereinen, Verbänden, Tourismus, Landwirtschaft, Kultur- und Sozialleben, Bildung, Wirtschaft und anderen Bereichen sind eingeladen, ihre Anregungen einzubringen. „Die Menschen im Fehngebiet wissen am besten, wo die Stärken und Schwächen der Region liegen und was gebraucht wird, damit wir auch in Zukunft eine möglichst hohe Lebensqualität bieten können" sagt Dieter Schröer. Er leitet die Wirtschaftsförerung beim Landkreis Leer und ist Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe.
Bei der bisherigen Förderung aus Brüssel hat sich der Großteil im touristischen Bereich abgespielt. So wurden beispielsweise Mühlen oder fehntypische Brücken instandgesetzt, touristische Entwicklungskonzepte erarbeitet, kleine infrastrukturelle touristische Vorhaben oder auch Imagebroschüren mitfinanziert. Aber auch der Ostrhauderfehner Präventionsverbund und das Ausbildungsplatzprogramm des Landkreises Leer "200x150" wurden aus diesen Mittel finanziert.
Seit 1991 erprobt die EU mit der Gemeinschaftsinitiative LEADER einen gebietsbezogenen Entwicklungsansatz. LEADER steht für "Liaison entre actions de développement de l´économie rurale" (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft). Es gab bisher drei Förderphasen, an denen das Fehngebiet - zumindest in Teilen - von Beginn an beteiligt war. Jetzt hat die EU für die Jahre 2007 bis 2013 eine neue Förderperiode eingeläutet. Um die Entwicklung des Fehngebiets weiter voranzutreiben, will sich die Region auch für diesen Zeitraum wieder Fördermöglichkeiten sichern. Beteiligt sind die Städte und (Samt-)Gemeinden Hesel, Jümme, Ostrhauderfehn, Rhauderfehn, Uplengen, Wiesmoor, Großefehn, Ihlow, Barßel und Apen aus den vier Landkreisen Leer, Aurich, Cloppenburg und Ammerland.
Wer an der Zukunftskonferenz teilnehmen möchte, sollte sich bis zum 8. Mai in der Geschäftsstelle des Fehngebiets bei Andrea Collmann (Telefon 0491/926-1701, andrea.collmann@lkleer.de) anmelden. Die Mitarbeiterin steht für weitere Fragen zu LEADER im Fehngebiet zur Verfügung. Wer in Wiesmoor nicht teilnehmen kann, kann seine Ideen auch vorab der Geschäftsstelle mitteilen.
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