Prof. Dr. Vaira Vike-Freiberga erhält den Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg
Feierliche Preisverleihung an Präsidentin Lettlands
Magdeburg.
Die Präsidentin der Republik Lettland, Frau Prof. Dr. Vaira Vike-Freiberga, wird zum heutigen Europa-Tag mit dem Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg geehrt. Damit würdigt das Preiskomitee der Kulturstiftung „Kaiser Otto“ eine Politikerin, die sich nachdrücklich für die sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas einsetzt. Die lettische Präsidentin nahm die Auszeichnung heute im Dom zu Magdeburg entgegen.
„Vaira Vike-Freiberga hat mit ihrem großen Engagement einen bedeutenden Beitrag zur Diskussion über Ziele, Zukunftschancen und Identität der Europäischen Union geleistet“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper über die Preisträgerin. „Sie ist eine Politikerin, die sich in herausragender Weise dafür einsetzt, dass sich Europa nicht nur als Wirtschaftsraum, sondern auch als Raum des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlichster Kulturen versteht. Ihrer Führung ist es zu verdanken, dass Lettland zu einem vorbildlichen Mitglied der Europäischen Union geworden ist – nicht nur für die Mitgliedsstaaten, sondern auch für die Länder, die eine Mitgliedschaft anstreben.“
Überreicht wird der Preis im Rahmen eines Festaktes zum Europa-Tag am 9. Mai 2007 im Dom zu Magdeburg. "Die Preisverleihung ist ein bedeutender Höhepunkt in diesem Jahr“, betont Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Erstmals empfängt die Landeshauptstadt ein Staatsoberhaupt. Mit Vaira Vike-Freiberga begrüßen wir eine Persönlichkeit, deren Wirken für die Entwicklung Europas als Lebensraum der unterschiedlichen Völker im friedlichen Miteinander und gegenseitiger Achtung von herausragender Bedeutung ist.“
Die Entscheidung für die Vergabe des ersten Kaiser-Otto-Preises hat ein mit 10 Persönlichkeiten besetztes Preiskomitee unter dem Vorsitz des Oberbürger-meisters der Landeshauptstadt Magdeburg getroffen. Die Laudatio spricht Prof. Dr. Jochen Dieter Range, ehemaliger Direktor des Instituts für Baltistik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Ausgelobt wird der nicht dotierte Kaiser-Otto-Preis von der gleichnamigen Kulturstiftung, die als erste kommunale Stiftung Magdeburgs am 17. April 2003 gegründet wurde. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben.
Hintergrundinformationen
Die Kulturstiftung Kaiser Otto
Die Entscheidung, in Magdeburg eine Kulturstiftung zu gründen, die den Namen Ottos des Großen trägt, entstand bereits nach der erfolgreichen Europaratsausstellung „Otto der Große, Magdeburg und Europa“ 2001. Die Kulturstiftung Kaiser Otto wird von der Landeshauptstadt und der Stadtsparkasse Magdeburg gemeinsam getragen.
Neben der Auslobung des Kaiser-Otto-Preises wird die Stiftung vor allem solche Vorhaben fördern und begleiten, die Magdeburg als eine bedeutende europäische Metropole des Mittelalters überregional bekannt machen.
Das Stiftungskuratorium
Zum Kuratorium der Kaiser-Otto-Stiftung gehören Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper als Vorsitzender, der Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Magdeburg Horst Eckert, die Stadträtin Karin Meinecke, der Landtagsabgeordnete und Ehrenbürger der Landeshauptstadt Magdeburg Dr. Willi Polte und der Stadtrat Eberhard Seifert.
Der Stiftungsvorstand
Vorstandsvorsitzender ist der Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport Dr. Rüdiger Koch. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind der Stadtrat Alfred Westphal und das Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Magdeburg Jens Werner Eckhardt. Die Geschäftsführung liegt bei der Leiterin des Kulturbüros der Landeshauptstadt Magdeburg Susanne Schweidler.
Der Preis
Mit dem Kaiser-Otto-Preis werden alle zwei Jahre überregional bekannte Persönlichkeiten gewürdigt, die sich um die europäische Verständigung – von der auch die neuen Bundesländer und Magdeburg profitiert haben – besonders verdient gemacht haben.
Der Preisträger erhält eine repräsentative Urkunde mit folgendem Text:
„Mit der Verleihung des
Kaiser-Otto-Preises
fördert die Landeshauptstadt Magdeburg
den europäischen Einigungsprozess.
Dies gilt besonders im Hinblick
Auf die ost- und südosteuropäischen
Völker.“
„Die Landeshauptstadt Magdeburg
verleiht im Jahre 2007 den
Kaiser-Otto-Preis
an I.E. die Präsidentin der Republik Lettland
Prof. Dr. Vaira Vike-Freiberga“
Der Preisträger erhält darüber hinaus eine Bronzemedaille in einer Schmuckschatulle. Die Medaille zeigt auf der Vorderseite das Relief des Preisträgers, die Rückseite trägt die Inschrift „Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg“. Gestaltet wurde die Medaille vom Hallenser Bildhauer Prof. Bernd Göbel. Der Kaiser-Otto-Preis ist nicht dotiert.
Der Kaiser-Otto-Preis 2007 wird an die Staatspräsidentin der Republik Lettland, Prof. Dr. Vaira Vike-Freiberga vergeben. Vaira Vike-Freiberga wurde am 1. Dezember 1937 in Riga geboren. Auf der Flucht vor der Sowjetischen Besatzung verließ ihre Familie am 1. Januar 1945 Lettland und kam nach Deutschland. 1954 zog die Familie nach Kanada, wo sie Psychologie studierte. Von 1965 bis 1998 war sie Professorin für Psychologie an der Universität in Montreal. Am 17. Juni 1999 wurde Prof. Vike-Freiberga zur Präsidentin der Republik Lettland gewählt, am 20. Juni 2003 wurde sie für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.
Das Preiskomitee
Dem Komitee, das über die Vergabe des Kaiser-Otto-Preises 2007 entschieden hat, gehörten an:
- Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper als Vorsitzender der Kulturstiftung „Kaiser Otto“
- Horst Eckert, Vorstandvorsitzender der Stadtsparkasse Magdeburg
- Dr. Rüdiger Koch, Beigeordneter für Kultur, Schule und Sport der Landeshauptstadt Magdeburg als Vorstandsvorsitzender der Kaiser-Otto-Stiftung
- Stadtrat Alfred Westphal, Vorstand der Kulturstiftung „Kaiser Otto“
- Stadträtin Karin Meinecke, Kuratorium der Kaiser-Otto-Stiftung
- Stadtrat Eberhard Seifert, Kuratorium der Kaiser-Otto-Stiftung
- Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Landeshauptstadt Magdeburg Dr. Willi Polte, Mitglied des Kuratoriums der Kaiser-Otto-Stiftung
- Prof. Klaus Erich Pollmann, Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
- Prof. Andreas Geiger, Rektor der Hochschule Magdeburg-Stendal
- Jens Ansorge, Vorsitzender des Stadtrates der Landeshauptstadt Magdeburg
Zuwendungen an die Stiftung
Firmen und Privatpersonen können die Kulturstiftung mit Spenden und Zustiftungen unterstützen, um das Vermögen der Stiftung zu steigern und damit die jährlichen Erträge zu erhöhen. Entsprechende Einzahlungen können an auf das Konto 36008376 bei der Stadtsparkasse Magdeburg, BLZ 81053272, getätigt werden.
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