Kasseler Innenstadt soll sauberer werden

16. Mai 2007. Kassels „gute Stube“, die Innenstadt, soll sauberer und freundlicher werden. Diesem Ziel haben sich der Kasseler Magistrat mit Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Stadtbaurat Norbert Witte an der Spitze und der Verein City-Kaufleute Kassel e.V. mit Gerhard Jochinger, Petra Feist-Dietrich und Horst-Martin Baldauf verschrieben. Bei einem Rundgang, an dem auch City-Manager Martin Gille, Ordnungsamtleiter Axel Heiser und Eugen Rittmeyer von den Städtischen Werken AG teilnahmen, wurden die Stellen besonders in Augenschein genommen, wo Handlungsbedarf ist. Dabei gab es zunächst Lob und Anerkennung für den Magistrat dafür, dass die Untere Wilhelmsstraße nach über 20 Jahren nun ein neues ansehnliches Pflaster erhält.

Besonderes Augemerk richteten die Magistratsvertreter und die City-Kaufleute auf das wilde Plakatieren, die Graffitis und auf Ecken mit Unkraut. Einig war man sich, dass das Unkraut beseitigt werden müsse, ohne giftige, das Erdreich verseuchende Mittel einzusetzen. Stadtbaurat Witte wies am Beispiel der Treppenstraße daraufhin, dass dies möglich sei. Dort vorhandene Granitstufen sollten mit Hochdruckreinigern gesäubert werden, damit die schöne Steinstruktur wieder zum Vorschein komme.

Die mit Rollrasen ausgestatteten Baumscheiben auf dem Königsplatz waren ein positives Beispiel für den Einsatz von Anliegern, die sich bereit gefunden haben, bei der Pflege mitzumachen. Auch die Säuberung von Straßenlampen vor dem Kaufhofgebäude, die von der Firma Galeria Kaufhof in Eigenregie von Plakaten und Aufklebern gereinigt wurden, wurde begrüßt. Die Städtische Werke AG sagte zu, die Lampenmasten in der City noch vor der documenta vollständig säubern und einheitlich streichen zu lassen.

Oberbürgermeister Hilgen regte an, Hausbesitzer auf Graffitimalereien an der Fassade ihres Gebäudes hinzuweisen und sie zu bitten, diese möglichst zu beseitigen. In diesem Zusammenhang kündigte Stadtbaurat Witte an, dass alle Graffitis, mit denen das Rathaus beschmiert werde, künftig schnellstens beseitigt werden würden. Ebenfalls ein Dorn im Auge der Vertreter des Vereins City-Kaufleute sowie des Magistrats ist das wilde Plakatieren. Hier werde, so Oberbürgermeister Hilgen, in Zukunft die Ordnungsverwaltung eingreifen. Die Veranstalter sollten aufgefordert werden, die Plakate umgehend zu entfernen, wenn sie nicht mit einem Bußgeld zur Kasse gebeten werden wollen.

Abschließend dankte der Vorsitzende der City-Kaufleute Kassel e.V., Gerhard Jochinger, dem Magistrat für die hervorragende Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Stadt, City-Kaufleute, Bürgerinnen und Bürger, aber auch die vielen Besucher der Kasseler Innenstadt wollten sich in der City wohlfühlen. Alle, Hauseigentümer, Geschäftsinhaber sowie die Stadt, seien aufgerufen, Initiativen zu ergreifen, damit den vielen tausend Gäste der documenta eine Stadt mit einem regen Geschäftsleben präsentiert werde, die aber auch Möglichkeiten zum Entspannen und Wohlfühlen biete.

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