29. Mai 2007. Für eine Vertiefung der Städtepartnerschaft zwischen Jaroslawl und Kassel haben sich Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Kaiser ausgesprochen. Das Fazit zogen beide Kommunalpolitiker nach ihrem Antrittsbesuch in der russischen Regionshauptstadt. Begleitet wurden die Repräsentanten von Peter Liebetrau, Vorsitzender des Vereins Freunde für Jaroslawl, dem ehemaligen Bauleiter der deutsch-russischen Begegnungsstätte, Rolf Wekeck, und OB-Büroleiter Hans-Jochem Weikert.
Begeistert berichtete die Delegation von Erfolgen der deutschen Vertriebsfirma Bertelsmann, deren Betrieb mit Hauptsitz in Jaroslawl in zehn Jahren auf einen Umsatz von 12 Millionen Euro und 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen sei. „Das deutsche Unternehmen hat sich am russischen Markt durchgesetzt und ist mittlerweile Vertriebspartner für weitere EU-Firmen geworden. Das macht Mut für weitere Betriebsgründungen“, erklärte Hilgen. Positives sei auch von der beispielhaften Neugründung der privaten Universität MUNIT zu berichten, bei der sich nun schon 9.000 Studierende eingeschrieben hätten.
Besonders großes Interesse bestehe in Wirtschaft und Wissenschaft an einer engen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Förderung neuer Technologien und Energiesparmaßnahmen. Auch die Herstellung und der Vertrieb energiesparender Baumaterialien seien laut Hilgen bei den russischen Partnern von besonderem Interesse. Dies wurde auch in Gesprächen im Länder-Kooperationsbüro Jaroslawl-Hessen bestätigt.
„Die Kinderbibliotheken in Jaroslawl haben einen guten Standard erreicht. Davon konnten wir uns beim Besuch einer entsprechenden Einrichtung überzeugen“, erklärte Stadtverordenentenvorsteher Kaiser. Es bestehe großes Interesse an Kinder-Bilderbüchern und solchen mit Sprachlerneffekten. Kaiser habe die Verwaltung gebeten, eine entsprechende Bücherspendensammlung in Kassel zu organisieren.
Der Verein Freunde für Jaroslawl nutzte die Gelegenheit des Besuchs in der Wolgastadt, um durch Peter Liebetrau für zahlreiche soziale und humanitäre Projekte Spenden im Gesamtwert 15.000 Euro zu überreichen. Im Rathaus wird laut Oberbürgermeister Hilgen ein Konzept erarbeitet, um das zwanzigjährige Bestehen der Städtepartnerschaft Kassel-Jaroslawl im kommenden Jahr angemessen zu würdigen
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