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Magdeburg, 08. Juni 2007
Rauchmelder können Leben retten!

Magdeburg.

In den letzten Tagen und Wochen wurde in der Presse immer wieder über Brände mit tragischem Ausgang  berichtet. So kam es beispielsweise  am frühen Morgen des 04. Juni 2007 zu einem Schwelbrand in einem Mehrfamilienhaus in Naumburg. Durch die Rauchgase erstickten eine junge Frau und ihr dreijähriger Sohn. Offensichtlich befand sich kein Rauchmelder in der Wohnung.

 

Mehr „Glück“ hatte dagegen ein Magdeburger in der Rothenseer Straße. In einem mehrgeschossigen Einfamilienhaus geriet am 5.06.2007 gegen 11:38 Uhr der Geschirrspüler infolge eines technischen Defektes  in Brand. Der Rauch verbreitete sich im Haus und löste  die Rauchmelder, die sich im Flur des Erd- und Obergeschosses befanden, aus. Der Hausbewohner, der nach der Nachtschicht im oberen Geschoss geschlafen hatte, wurde somit durch das akustische Signal des Rauchmelders rechtzeitig gewarnt und konnte sich selbst retten.

 

Über den Notruf  112  alarmierte er die Feuerwehr. Durch das frühzeitige Erkennen des Brandes und die schnelle Alarmierung konnte die Feuerwehr größeren Schaden verhindern und auch noch das Meerschweinchen des Hausbesitzers retten. Der Brandschaden belief sich auf ca. 2.000,-Euro. Der Hausbesitzer bestätigte gegenüber den Einsatzkräften der Feuerwehr, dass es ohne Rauchmelder für ihn nicht so glimpflich abgelaufen wäre....

 

Diese Beispiele zeigen, dass Rauchmelder Leben retten können.

 

Schon geringe Rauchkonzentrationen, wie sie z.B. bei einem Schwelbrand auftreten, können durch Rauchmelder wahrgenommen werden, bevor der Mensch beispielsweise aus dem Schlaf erwachen könnte. Die Rauchmelder sind weitaus sensibler als die menschliche Nase.

 

In jedem Haushalt kann es jederzeit durch Defekte an elektrischen Haushaltsgeräten oder durch Unachtsamkeit beim Umgang mit offenem Feuer oder Licht zu lebensgefährlichen Schwelbränden kommen.

 

Rauchmelder können zwar keine Brände verhindern, warnen jedoch rechtzeitig durch optische und akustische Signale und erhöhen die Chance, sich bei einem Brand in Sicherheit zu bringen.

 

 

Rauchmelder können schnell und einfach installiert werden.

 

Durch eine Batterie sind die Geräte netzunabhängig. Das Nachlassen der Batterieleistung wird akustisch signalisiert. Einige Gerätetypen können auch untereinander verbunden werden. Beim Auslösen eines Rauchmelders geben dann alle angeschlossenen Melder ebenfalls einen Signalton ab.

 

 

 

Wo sollen Rauchmelder installiert werden?

 

Fachleute unterscheiden zwischen „Mindestschutz“ und „Erhöhtem Schutz“. Beim Mindestschutz sollte vor jedem Schlafraum (z.B. Kinderzimmer, Schlafzimmer) und in Einfamilienhäusern in jedem Geschoss ein Rauchmelder installiert werden.

 

Beim Erhöhten Schutz sollten in jedem Wohn- und Schlafraum sowie auf Dachböden und in Kellerräumen (außer Küchen und Bäder) diese Frühwarngeräte angebracht werden.

 

Da der Rauch immer zuerst nach oben steigt, ist der beste Platz für einen Rauchmelder in der Mitte der Zimmerdecke. Die Rauchmelder werden mit Montagematerial geliefert und sind nach den Hinweisen der Bedienungs- und Montageanleitung zu montieren.

 

Durch magnetische Montagesysteme, die zwischenzeitlich für alle gängigen Rauchmelder angeboten werden, kann das Bohren für Haltesysteme der Rauchmelder  entfallen.

 

Gegenwärtig sind Geräte verschiedener Hersteller in den Baumärkten und im Elektrofachhandel erhältlich. Bei der Auswahl sollte man sich ausführlich von einem Fachmann beraten lassen, da auch die Kosten für einen Rauchmelder, je nach Hersteller, unterschiedlich sind.

 



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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