12. Juni 2007. Eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema Gestaltung der Bäderlandschaft in Kassel im Bürgersaal des Rathauses hat reges Interesse bei Schulen, schwimmsporttreibenden Vereinen und vielen ältere Menschen gefunden.
Der Einladung, sich zu informieren und zu diskutieren, folgten zirka 200 Personen.
Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel informierte über die notwendigen Sanierungen der Kasseler Schwimmbäder, den Entwurf eines Neubaus und die Kosten der vorgestellten Varianten. In der folgenden regen Diskussion wurden die unterschiedlichen Sichtweisen deutlich. Kurze Wege, wenig Lärmbelästigung und ein geringes Aufsichtsrisiko sind die Prioritäten für Lehrer und Schüler dar. Auch für Senioren ist die zügige Erreichbarkeit eines Hallenbades von größter Bedeutung. Die Schwimmsporttreibenden wiesen sehr anschaulich auf die Notwendigkeit von 50-Meter-Bahnen und auf unzureichenden Trainingsmöglichkeiten durch die saisonalen Öffnungszeiten der vorhandenen Hallenbäder hin.
Als einen möglichen Standort für den Neubau eines Schwimmsportzentrums wurde das Gelände des Kinderkrankenhauses Park Schönfeld an der Frankfurter Strasse vorgeschlagen, dass allerdings erst im Jahre 2011 verfügbar wäre.
„In dieser Veranstaltung wurde erneut deutlich, wie unterschiedlich die Wünsche und Vorstellungen der unterschiedlichen Nutzer sind“, resümierte Dr. Barthel die Diskussion. Er sicherte zu, dass der Magistrat in seiner Vorlage für die Stadtverordnetenversammlung alle vorgetragenen Aspekte abwägen werde. Dabei sei auch dem demographischen Wandel in Kassel Rechnung zu tragen. In Zukunft werde es zunehmend mehr Menschen der Generation 50+ in Kassel geben. Es gelte nun, eine Balance zwischen den Interessen der Jugendlichen und der Senioren zu finden.
„Für die Verwaltung waren alle bisherigen Veranstaltungen sehr informativ und wichtig, denn durch die Diskussion der Wünsche und Notwendigkeiten kann sich die zukünftige Planung an dem tatsächlichen Bedarf der Bürgerinnen und Bürger ausrichten. Auch zukünftig wollen wir die Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidungsprozesse zu wichtigen finanzwirtschaftlichen Fragen einbeziehen. Voraussetzung hierfür ist, dass es Entscheidungsalternativen gibt.“
Für die Verwaltung nahmen an der Veranstaltung das Planungsamt, die Untere Denkmalschutzbehörde, das Sportamt, das Schulverwaltungsamt, das Amt Kämmerei und Steuern und die Vertreter der Städtische Werke AG teil.
Die Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Gestaltung der Bäderlandschaft in Kassel“ war die vierte Veranstaltung aus einer Reihe von Informationsveranstaltungen zu diesem Thema, die eine Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger an den Entscheidungsprozessen in den Mittelpunkt stellte. In den vorausgegangenen Informationsveranstaltungen haben bereits Schwimmsporttreibende, Vertreter der Interessen der Schulen, Schüler und deren Eltern sowie Senioren- und Behindertenbeiräte ihre Interessen vorgetragen.
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